Scherben machen Licht zur Kunst

Der Sternenhimmel hat zum dritten Mal Zuwachs in Saarbrücken. Über dem Mittelbau des Schlosses gehen Leucht-Technik und Glas eine verblüffende Allianz ein. Dahinter steckt ein Künstler und Tüftler.

Aus alten Scheiben schufen Hohlstein und Doris Reichert diese Skulptur. Foto: Becker&Bredel. Foto: Becker&Bredel

Seit gut zwei Wochen erstrahlt er bereits wieder als Lichtpunkt über dem Mittelbau des Saarbrücker Schlosses, zwischen den Fahnen des Regionalverbandes, der Weihnachtsstern des Saarbrücker Künstlers Markus Hohlstein. Dieser möchte mit seinem Glaskunstwerk auf den besinnlichen Aspekt des Weihnachtsfestes aufmerksam machen. Denn der hektische Fußgänger, der nach Einbruch der Dämmerung schnell über den Schlossplatz eilt, wird wohl kaum Notiz von diesem Stern nehmen. "Man muss schon mal kurz innehalten und seinen Blick nach oben richten, um dann zu bemerken, dass da über dem Schloss etwas hell erstrahlt, was da sonst nicht ist", erklärt der Künstler.

Der Weihnachtsstern entsteht dank eines langen Metallrohres, das Markus Hohlstein mit Glasscherben gefüllt hat. Eine LED-Lampe scheint vom Ende des Rohres durch die Glasstücke hindurch. Dieses Stück Lichtkunst hat es in sich, wiegt doch die gesamte Konstruktion mit Gerüst rund 120 Kilogramm.

Dagegen fällt sie der Umwelt nicht zur Last, wie die Pressestelle des Regionalverbandes weiter mitteilt. Solarzellen speisen Hohlsteins vorweihnachtliche Lichtkunst mit Strom. Regionalverbandsdirektor Peter Gillo erinnerte daran, dass Hohlstein schon zum dritten Mal sein Licht über dem Schloss leuchten lässt. Sie sei ein kleiner Weihnachtsgruß an alle, "die abends an unserem Verwaltungssitz vorbeiflanieren". Und zudem ein Gruß aus erneuerbarer Energie.

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