Problem bei Kanalarbeiten am Franzenbrunnen

Es gibt Baustellen, die werden besonders kritisch beobachtet. Das Neubaugebiet am Franzenbrunnen ist so eine Baustelle. Weil die meisten Anwohner dagegen sind, dass dort gebaut, schauen sie sehr genau hin, was sich da tut. Wobei sie in diesem Fall gar nicht so genau hinsehen musste, so offensichtlich zeigte sich das Problem. Ein Stück Straßendecke hatte sich "hochgedrückt". Sie wölbe sich und sei teilweise eingesackt auf einer Länge von vier bis fünf Metern etwas unterhalb des Regenwasserrückhaltebeckens Richtung Galgendell, teilen Anwohner mit und machen sich darauf folgenden Reim: "Vermutlich kann das Regenwasser durch angeschwemmten Sand nicht abfließen und hat die Straßendecke hochgedrückt." Die Anwohner fragen sich: "Schlechte Planung, mangelhafte Ausführung, keine Kontrolle? Wurden hier wieder einmal Steuergelder in den Sand gesetzt? Wer ist dafür verantwortlich? Was wird passieren,wenn es richtig schüttet? Ist das Retentionsbecken dann wirklich funktionsfähig?"

Man habe direkt reagiert, versichert Judith Pirrot vom städtischen Zentralen Kommunalen Entsorgungsbetriebes (ZKE) und den Bereich erstmal so abgesperrt, dass Fußgänger "problemlos passieren konnten, jedoch nicht gefährdet waren". Autos dürfen da eh nicht fahren, sagt sie.

Die Ursache für den Schaden sei inzwischen ermittelt: Beim Bau des Regenwasserkanals wurde ein vorhandener Regenwasser-Hausanschluss beschädigt, was zu Ausspülungen im Untergrund geführt habe. "Es handelt sich nicht um eine Schlechtausführung beim Neubau des Kanals, sondern um eine Beschädigung eines bereits bestehenden Kanals", sagt Pirrot. Der schadhafte Hausanschluss werde voraussichtlich bis Mittwoch in der nächsten Woche in Stand gesetzt. Die rund 5000 Euro, die das koste, trage "die bauausführende Firma". Und: "Die Funktionsfähigkeit des Retentionsbeckens war zu keinem Zeitpunkt gefährdet", sagte Pirrot weiter.