| 20:20 Uhr

Chaos beim Flohmarkt
Polizeieinsatz beim Flohmarkt an der Schlossmauer

Alt-Saarbrücken. Großes Durcheinander, weil einige Standbetreiber nicht mehr dort stehen dürfen, wo sie bisher standen. Von Markus Saeftel

  Dies hat für Aufsehen gesorgt: Beamte der Polizeiinspektion Alt-Saarbrücken mussten am Samstagmorgen beim Flohmarkt in der Franz-Josef-Röder-Straße in Nähe des Landtags einige Standbetreiber von ihren Plätzen vertreiben.


SZ-Leser Andreas Roden, der selbst an der Schlossmauer einen Stand aufgebaut hatte, spricht von einer chaotischen Situation: „Lautsprecherdurchsagen der Polizei, aufgebrachte Bürger, die die Stände bereits aufgebaut haben, sollen wieder abbauen. Die Polizisten, die dafür nichts können, müssen wütende Menschen beruhigen, Kopfschütteln allerorten.“

Über zwei Stunden habe der Einsatz gedauert, berichtet Polizei-Dienstgruppenleiter Oliver Clanget  am Sonntag. Die Verwaltung habe das Areal des Flohmarkts wegen der Bauarbeiten auf und rund um die Wilhelm-Heinrich-Brücke auf den Abschnitt zwischen der Hardenberg- und Spichererbergstraße begrenzt. Davor hätten die Standbetreiber fast bis zur Wilhelm-Heinrich-Brücke stehen dürfen.



Clanget kritisiert die Verwaltung. Weder hätten Hinweisschilder die Standbetreiber auf die Veränderung aufmerksam gemacht. Noch habe die Stadt genügend Personal im Einsatz gehabt. Ein Mitarbeiter der Stadt sei zwar dort gewesen. Der habe sich aber darum gekümmert, dass niemand seinen Stand in Höhe des Landtages aufbaut, erklärt Clanget. Schließlich mussten sich die betroffenen Standbetreiber einen anderen Platz zwischen Hardenberg- und Spichererbergstraße suchen.

Dabei soll es zum Streit gekommen sein. Die SZ hatte am 7. April eine Presseerklärung der Stadt veröffentlicht, in der sie darauf hinwies, dass der Platz für den beliebten Flohmarkt verändert werde. Das habe aber sicher nicht jeder gelesen, glaubt Andreas Roden. Hätte sich die Stadt anders verhalten, wäre ein Polizeieinsatz nicht nötig gewesen. Seinem Ärger machte er auch Luft, indem er per E-Mail eine Beschwerde an die Saarbrücker Oberbürgermeisterin Charlotte Britz schrieb, sagt Roden. Die habe umgehend geantwortet und wolle die Angelegenheit nach eigenen Angaben in der Verwaltung klären.