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Im April nimmt Lkw-Verkehr rund um den Röchlingpark deutlich zu

Lärmbelastung in Alt-Saarbrücken : Im April nimmt Lkw-Verkehr deutlich zu

Häuserbau in Alt-Saarbrücken war lange auch wegen Lärmbelastung umstritten. Stadt kündigt Kontrollen an.

Anwohner rund um den Röchlingpark in Alt-Saarbrücken hatten es von Anfang an befürchtet: Wenn der Park mit Wohnhäusern bebaut wird, ist das mit viel Lärm und Abgasen der Lkws verbunden. Mittlerweile haben die Bauarbeiten begonnen und die ersten Lkws fahren durch das Wohnviertel. Nach Angaben der Stadtpressestelle wird in zwei Baufeldern gearbeitet: Baufeld 1 grenzt an die Lilienstraße, Baufeld 2 an die Straße „Am Triller“. Der Aushub von Baufeld 2 werde im Baufeld 1 zwischengelagert.

„Der Baustellenverkehr führt über die Route Lerchesflurweg-Papestraße-Lilienstraße. Das war im Verkehrsgutachten so vorgesehen. Die Tempo-30-Zone beginnt in der Papestraße“, erläutert Pressesprecher Thomas Blug. Später sollen Erdmassen auch über die Straße „Am Triller“ abgefahren werden. Blug erklärt: „Zurzeit fahren etwa zehn Lkws pro Tag.“ Das wird im Laufe des April aber deutlich zunehmen. „Dann sollen der eigentliche Abtransport der Erdmassen und die Rohbauarbeiten in Baufeld 2 beginnen. Im Zeitraum der täglichen Arbeitszeit werden laut Verkehrsgutachten durchschnittlich acht bis neun Fahrzeuge pro Stunde erwartet“, sagt Blug. Die Arbeitszeit ist montags bis freitags von 7.30 Uhr bis 17 Uhr. Diese Zeit werde auch nicht beschränkt, weil wegen der Corona-Krise derzeit viele Familien zuhause sitzen. Blug kündigt an, dass die Straßenverkehrsbehörde des Ordnungsamtes kontrollieren werde, ob sich die Baufirmen an die Routen und Zeiten halten und notfalls die Polizei einschaltet.

Besonders „heiß“ wird die Verkehrssituation wohl, wenn die Lkws durch den Trillerweg zu den dortigen Baufeldern fahren. Hier liege noch kein Bauzeitenplan vor, sagt Blug, weil die Baugenehmigungen für die Baufelder 3 und 4 noch nicht erteilt seien. Das habe der Investor der Stadt Saarbrücken mitgeteilt.

Wie die SZ im September 2018 berichtete, sollen die Lkws die Route Lerchesflurweg-Spichererbergstraße-Trillerweg nehmen. Hier gelte eine Einbahnregelung und die Fahrzeuge müssten dann den Trillerweg ganz runter und über die Vorstadtstraße aus dem Wohnviertel fahren. Blug sagt: „Diese Route ist immer noch geplant.“ Besonders kritisch wird es wohl, wenn sich Lkws und Pkws in der engen Kurve in Höhe des Hotels am Triller begegnen. Hier gelte bereits ein absolutes Halteverbot. Eine Ladezone für das Hotel sei aber geplant.