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Stiftung investiert auf dem Franzenbrunnen: Die vernetzte Wohnung denkt mit

Stiftung investiert auf dem Franzenbrunnen : Die vernetzte Wohnung denkt mit

Am Franzenbrunnen war Richtfest. Dort entsteht ein Haus mit viel Technologie, die Senioren das Leben erleichtert.

Das Baugebiet am Franzenbrunnen gleicht einem Ameisenhaufen saarländischer Handwerker, denn in den letzten Monaten sind nahezu alle Grundstücke bebaut worden. Nun reiht sich Baustelle an Baustelle, überall wird fleißig gearbeitet, und von Tag zu Tag sieht das Gelände anders aus. Am gestrigen Montag  hat die Stiftung Saarbrücker Altenwohnstift zusammen mit der städtischen Gesellschaft für Innovation und Unternehmensförderung (GIU) Richtfest an einem mehrgeschossigen neuen Wohnhaus mit moderner „ambient assisted living-Technologie“, einem so genannten AAL-Haus, gefeiert.

Oberbürgermeisterin Charlotte Britz (SPD) kam zur Feier und besichtigte die zwölf Wohneinheiten, die sich im Rohbau erahnen lassen. Nach Fertigstellung wird die Stiftung diese Wohnungen vermieten und ganz besondere Serviceleistungen anbieten. Ziel der Technik: Senioren und behinderte Menschen können in den neuen Wohneinheiten selbstbestimmt und stadtnah leben und mobile Dienste der Stiftung und technische Neuerungen in Anspruch nehmen. Dabei ist die Technik das Besondere am AAL-Haus.

Rüdiger Brill, Verwaltungsleiter der Stiftung, verwies auf eine Gebäude-Systemtechnik, die direkte Bild- und Tonkommunikation mit dem nahen Wohnstift Reppersberg möglich macht. „Die AAL-Technik ist umfangreich. Sie beinhaltet eine Beleuchtungssteuerung, Heizungs- und Lüftungssteuerung, eine Feuchtigkeits- und Wasserüberwachung, Brandmelder, elektrische Rolladen-Steuerung, ein Notrufsystem und eine Reihe von Störmeldungen mit Herdüberwachung und Videosprechanlage. Treppenhäuser sind videoüberwacht.“

Das saarländische Unternehmen Hager aus Blieskastel zeichne für diese gebündelte Haustechnik verantwortlich und sei führend in diesem Bereich. Die Bewohner könnten sich darauf verlassen, dass kritische Ereignisse bemerkt würden und so sicherer leben. „Das ist ein in Saarbrücken einzigartiges dezentrales Konzept“, so Brill, der darin ein „Modell zukunftsorientierten Wohnens“ sieht.

Zielgruppe seien Menschen, die alleine leben wollten, die elektronischen Helfer aber zur eigenen Absicherung schätzen. Bei Bedarf kommt trotzdem auch Personal ins Wohnhaus, erläutert Brill. Vom nahen Wohnstift Reppersberg könnten Hausmeisterdienste, Reinigung und Essen auf Rädern angefordert werden, wenn Bedarf bestehe. Dazu seien Videotelefonate mit dem Personal vom Wohnstift jederzeit möglich, sagt Brill.