Chor hat noch Reserven in Sachen Feuer und Prägnanz

Seit 2014 ist Ulrich Seibert, Kantor der Ludwigskirche, auch Chef des GospelChors Saarbrücken. Zu einem "Gospel-Fest" waren nun am Sonntag die Sun Gospel Singers aus Straßburg ins Alt-Saarbrücker Gotteshaus eingeladen.

Beide Ensembles kennen sich von einem Konzert in Marmoutier. Trumpf der französischen Gäste ist der aus Kamerun stammende Leiter Thierry Ndinda, der auch Sologesangs-Passagen übernahm und streckenweise mit Westerngitarre und Trommel begleitete. Ndindas rundum positive Ausstrahlung und Groove-Laune übertrugen sich hervorragend auf den sehr rhythmisch singenden Chor und sorgten dafür, dass neben einigen afrikanischen Liedern zigfach Gehörtes à la "Amazing Graze" und "Go down Moses" erfreulich frisch klang.

Die Gastgeber vom GospelChor Saarbücken hingegen punkteten durch den satten Sound ihrer ungleich größeren Formation und das dezidierte Repertoire, vor allem an afrikanischen Gospels, die noch auf die Sammelleidenschaft des Gründers Otto Deutsch zurückgehen. Im Lauf des Konzerts ließen Ulrich Seibert (auch E-Piano) und die Seinen erkennen, dass in Sachen Feuer und Prägnanz Reserven schlummern, die es künftig noch deutlicher freizusetzen gilt.

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