Saarbrücker Großverein : ATSV-Stadion ist fertig – und offen für alle

Der Saarbrücker Traditionsverein weiht seine neue Sportanlage ein. Und die ist nicht nur wegen der blauen Tartanbahn etwas Besonderes. Sie wurde mit Bundes-Geld finanziert – und jeder kann dort trainieren.

Die blaue Tartanbahn am Lulustein ist das Markenzeichen des neuen Leichtathletikstadions des ATSV Saarbrücken auf der Bellevue. Seit einem Jahr ist die Anlage schon im Trainingsbetrieb, rund vier Millionen Euro wurden dank eines üppigen Bundeszuschusses verbaut und trugen dazu bei, dass die Anlage heute der Stolz des Vereins ist. Die

Einweihung, wegen der Pandemie schon zweimal verschoben, wurde jetzt nachgeholt. Saarbrückens Oberbürgermeister Uwe Conradt (CDU) wies darauf hin, dass ohne das Geld vom Bund bestenfalls eine kleine Sanierung möglich gewesen wäre. Jetzt seien Halle und Außenanlage in einem Zustand, der zum Breiten- und Spitzensport einlade.

Da in die Finanzierung so viel öffentliches Geld floss, ist die Anlage nicht nur für den Vereins- und Schulsport vorgesehen. Montags bis freitags von 10 bis 17 Uhr sind die Tore für jedermann geöffnet. Gymnasitik – und wohlgemerkt kein Fußball – auf dem Rasen und Laufsport auf der Tartanbahn sind dann jedermann auch ohne Mitgliedschaft im Verein gestattet.

Conradt wies darauf hin, dass der ATSV mit seinen 1700 Mitgliedern zu den großen Sportvereinen der Stadt zähle und die moderne Anlage bereits Auswirkungen auf sportliche Erfolge der Saarbrücker Athletinnen und Athleten habe. „Das ist vorzeigbar in der Breite, aber auch in der Spitze“, sagte der Oberbürgermeister. Danach gab er symbolisch den Startschuss für einen Staffellauf der ATSV-Jugend, die den geladenen Gästen die Anlage vorführte. Denn natürlich gibt es professionelle Hoch- und Weitsprunganlagen, Trainingsstätten für die Werfer und alle dafür notwendigen Sportgeräte. Eine LED-Lichtanlage macht den Trainingsbetrieb auch an Winterabenden möglich. Das Bundesinnenministerium schickte eine kleine Messingplakette in die Landeshauptstadt, um die Bundesförderung vor Ort zu verewigen. Die hängt jetzt an der Garage. Auffallen wird sie da kaum. Dafür aber die blaue Laufbahn, die sogar aus der Luft dem Stadion eine unverwechselbare Optik bietet. Die gleiche wie im Berliner Olympiastadion.