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Ärger im Urlaub
Wie Bürger zu ihrem Recht kommen

Manche Saarbrücker mussten an ihrem Ferienort mit Bestürzung feststellen, dass dort eine Baustelle die Idylle störte – obwohl der Reiseveranstalter ihnen davon nichts gesagt hatte.
Manche Saarbrücker mussten an ihrem Ferienort mit Bestürzung feststellen, dass dort eine Baustelle die Idylle störte – obwohl der Reiseveranstalter ihnen davon nichts gesagt hatte. FOTO: dpa-tmn / Hilke Segbers
Saarbrücken. Viele Saarbrücker verreisten in den Ferien. Wenn Veranstalter zu viel versprochen hatten, hilft die Verbraucherzentrale. red

Wenn der Urlaub nicht hält, was er verspricht, ist das ärgerlich. Damit es eine Entschädigung gibt, müssen Urlauber aber  bestimmte Regeln beachten. Das teilt die Saarbrücker Verbraucherzentrale mit.


Zunächst muss es sich tatsächlich um einen Reisemangel handeln. Elif Tanto, Rechtsberaterin der Verbraucherzentrale, empfiehlt daher schon vor der Buchung, sich die Reiseangebote ganz genau anzusehen. „Reiseveranstalter nutzen oft eine Art Geheimsprache“, sagt Tanto.

Der Begriff Meerseite sei beispielsweise nicht gleichzusetzen mit Meerblick. Wenn im Katalog von einem naturbelassenen Strand die Rede ist, könne sich hinter dieser Formulierung auch ein schmutziger Kieselstrand verbergen.



Trete im Urlaub hingegen ein echter Mangel auf, so müsse der Urlauber schnell handeln. Betroffene sollten den Reisemangel unverzüglich dem Reiseveranstalter, beziehungsweise dessen örtlichen Beauftragten melden. Außerdem sollten sie eine Frist zur Beseitigung des Mangels setzen. „Viele Urlauber machen den Fehler, sich statt an den Reiseleiter, an die Hotelrezeption zu wenden“, sagt Tanto. Das sei falsch. Bei weiteren Fragen helfen die Berater der Verbraucherzentrale.

Die Saarbrücker Verbraucherzentrale ist in der Trierer Straße 22, Saarbrücken. Weitere Informationen gibt’s unter Tel. (06 81) 5 00 89 15, nach E-Mail an vz-saar@vz-saar.de.