A620 vom Schlamm befreit Eine Woche nach Hochwasser im Saarland – Stadtautobahn in Saarbrücken ist wieder frei

Saarbrücken · Nachdem die Saar in ihr Bett zurückgekehrt und Arbeiter die Fahrbahn gereinigt haben, ist die A620 in Saarbrücken freigegeben. Dabei dauerte es etwas länger, weil die Autobahn-Gesellschaft in diesem Atemzug etwas anderes erledigte, was dringend gewesen sei.

Saarbrücken: Hochwasserlage an der Stadtautobahn Saarbrücken
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Die Hochwasserlage an der Stadtautobahn in Saarbrücken

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Foto: BeckerBredel

Eine Woche haben sich Autofahrer über die Umgehungsstraßen in Saarbrücken schlängeln müssen. Denn wegen des heftigen Hochwassers war die A620 auf einer langen Passage nicht zu nutzen. Fluten der Saar hatten die Stadtautobahn innerhalb kürzester Zeit überschwemmt. Jetzt ist sie aber wieder frei. Allerdings dauerte es länger, bis Verantwortliche der Autobahn-Gesellschaft in Neunkirchen die Strecke wieder freigaben. Denn es stand noch etwas anderes an, das nicht länger aufgeschoben werden sollte.

Seit Donnerstagabend ist A620 in Saarbrücken wieder frei

Mit dem Berufsverkehr am Freitagmorgen, 24. Mai, sollen die Behinderungen wegen der Umfahrung zumindest fürs Erste der Vergangenheit angehören. Wie geplant sei die A620 zwischen Luisen- und Bismarckbrücke am Vorabend endgültig geräumt, die letzten Absperrungen beiseitegeschafft worden sein. Das berichtet am frühen Freitagmorgen ein Sprecher der polizeilichen Führungs- und Lagezentrale in Saarbrücken. Demnach laufe der Verkehr seit kurz vor 21 Uhr normal.

Mit dem extremen Regen am Freitag, 17. Mai, war der Pegel der Saar binnen weniger Stunden so rasch angestiegen, dass das Nadelöhr durch die Landeshauptstadt recht bald gesperrt werden musste. Enorme Wassermassen hatten die Saar über die Ufer treten lassen. Und auch als das Hochwasser recht bald wieder zurückgegangen war, entschieden sich die Zuständigen bei der Autobahn-Gesellschaft, nicht sofort die Trasse zu eröffnen.

Darum zog sich Freigabe der Stadtautobahn in Saarbrücken hin

Nach Angaben von Klaus Kosok habe es dafür mehrere Gründe gegeben. So sei anfangs nach weiteren Berichten der Meteorologen beim Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach mit neuerlichen ergiebigem Niederschlag gerechnet worden. Damit hätte gedroht, dass die A620 ein weiteres Mal geflutet und somit nicht zu passieren gewesen wäre. Das war jedoch nicht der Fall. Der Regen fiel weniger heftig aus als vorausgesagt.

Damit begannen die Aufräumarbeiten. Die beiden Spuren wurden gereinigt. Damit aber nicht genug: Mit den Wassermassen herbeigespülter Unrat hatte sich in den Schächten der Wasserkanäle entlang der Stadtautobahn festgesetzt, berichtete der Sprecher der Autobahn-Gesellschaft, Kosok. Um diese freizubekommen, habe sein Staatsunternehmen eine Spezialfirma geordert.

Autobahn-Gesellschaft ließ Strecke reparieren

Gleichzeitig sollten sich Arbeiter darum kümmern, die Fahrbahn an einigen Stellen zu reparieren. Hier sei bereits seit einiger Zeit eine Sanierung vorgesehen gewesen. Allerdings hätte dies bedeutet, dass der Autobahn-Abschnitt durch Saarbrücken unabhängig vom Hochwasser hätte gesperrt werden müssen. So habe aber die Gesellschaft die Hochwasser-Umleitung zum Anlass genommen, in einem Rutsch auch diese Ausbesserung anzugehen.

Klaus Kosok hatte darauf die Freigabe für Freitagabend angekündigt. Dabei habe die Autobahn-Gesellschaft darauf Rücksicht genommen, die Umleitung nicht während des Berufsverkehrs, sondern in der Zeit danach abzubauen. Dies sei denn nun auch wie geplant geschehen, wie ein Polizeisprecher meldet. Damit steht ab sofort die gesamte Strecke parallel zur Saar zur Verfügung.

Weitere Strecken im Saarland nach Hochwasser noch dicht

Allerdings gibt es andernorts noch gesperrte Straßen wegen Hochwassers im Saarland:

  • A620 bei Saarlouis nach Saarbrücken: Hier ist die Ausfahrt Saarbrücken-Schönbach voraussichtlich noch bis Sonntag dicht.
  • B51 bei Kleinblittersdorf.
  • St. Ingbert-Oberwürzbach: Ommersheimer Straße.
  • L133: Marpingen und Ortsteil Berschweiler
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