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14 Netzwerke "Gute Nachbarschaft" gibt es in Saarbrücken bereits.

Senioren : Netzwerke gegen Vereinsamung im Alter

14 Nachbarschaftsgruppen gibt es in Saarbrücken bereits. Der Seniorenbeirat würde gerne weitere gründen.

„Seniorenpolitik“, sagt Lothar Arnold, „wird in der Landeshauptstadt Saarbrücken ganz groß geschrieben.“ Das gehe auch gar nicht anders, „denn mittlerweile ist mehr als jeder dritte Einwohner über 60 Jahre alt“. Die Zahl der Senioren wachse weiter, „zumal die starken Jahrgänge der so genannten Babyboomer vor dem Renteneintritt stehen“, sagt Lothar Arnold. Er ist Vorsitzender des Saarbrücker Seniorenbeirats, des Gremiums also, das die Interessen älterer Menschen im Blick hat und diese Interessen innerhalb der Stadtverwaltung vertritt, aber auch in die politischen Gremien einbringt.

„Der gesellschaftliche Zusammenhalt ist wichtiger denn je geworden. Nicht nur in Corona Zeiten stellt sich die Frage: Wie kann der Zusammenhalt gelingen?“, fragt Arnold. Und hat auch schon eine Antwort. Die vom Beirat initiierten Netzwerke „Gute Nachbarschaft“ seien etwas, das sich bewährt hat.

Vor fast zehn Jahren wurde das erste Netzwerk auf dem Winterberg gegründet. Inzwischen sind in vierzehn Saarbrücker Stadtteilen solche Netzwerke entstanden. „Auf Eigeninitiative von dort wohnenden Seniorinnen und Senioren und stets mit der Unterstützung des Seniorenbeirates der Landeshauptstadt Saarbrücken. Ziel der Netzwerke ist es, ältere Bewohnerinnen und Bewohner unserer Stadt zusammenzuführen, den Nachbarschaftsgeist zu wecken und zu pflegen. Dies vor dem Hintergrund, dass sich die Menschen in ihrem Wohnumfeld wieder besser kennenlernen, mehr aufeinander achten und sich gegenseitig bei Alltagsproblemen unterstützen“, erklärt Lothar Arnold.

Bei allen Netzwerken gibt es ein kleines Organisationsteam, das gemeinsame Aktivitäten, Ausflugsfahrten, geselliges Beisammensein oder kulturelle Veranstaltungen organisiert. „Die Philosophie der Netzwerke“ lasse sich so zusammenfassen: „Aufeinander zugehen, miteinander erleben, füreinander da sein.“ Wegen der Corona-Pandemie war die Arbeit der Netzwerke eingeschränkt. Nun wolle man wieder an die Arbeit gehen, eventuell auch neue Netzwerke ins Leben rufen. Die Mitarbeit lohne sich, denn „soziale Kontakte sind äußerst wichtig und stehen für Lebensqualität im Alter, somit wird der Vereinsamung entgegengesteuert“, sagt Arnold.

Wer Interesse hat, sich einem Netzwerk anzuschließen oder ein neues Netzwerk zu gründen, kann sich per Mail an den Seniorenbeirat wenden unter seniorenbeirat@saarbrücken.de oder telefonisch an Rüdiger Blies, (01 76) 61 47 54 84, oder Jürgen Friedrich, (01 63) 7 91 45 03.