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Ein SZ-Leser steckt dahinter
Jetzt kommt Tempo 30 auf die Fahrbahn

Unter anderem in der Vopeliusstraße in Sulzbach findet man unübersehbar eine Tempo-30-Markierung.
Unter anderem in der Vopeliusstraße in Sulzbach findet man unübersehbar eine Tempo-30-Markierung. FOTO: Elmar Müller/Stadt
Dudweiler/Sulzbach. Die Landeshauptstadt Saarbrücken folgt dem Vorschlag eines SZ-Lesers. In Sulzbach wurde indes schon eifrig markiert. Von Michèle Hartmann

„Eine Idee in Sachen Verkehrssicherheit“ -  so lautete vergangene Woche die Überschrift zu einem Bericht in unserer Regionalausgabe. Und die Idee, um die es ging, die stammt  von SZ-Leser Walter Köppen. Er wohnt in der Liesbet-Dill-Straße, einer 30-Kilometer-Zone. Diese, so Köppen, sei an den Einfahrten mit mehr oder weniger großen Hinweisschildern gekennzeichnet. Insgesamt sei die Beschilderung sehr spärlich. Und: Übersehe ein Autofahrer infolge unübersichtlicher  Verkehrsverhältnisse den einzigen Hinweis auf eine 30-Kilometer-Zone und werde über eine längere Strecke nicht mehr an die vorgeschriebene Geschwindigkeit erinnert, könnte das Fußgängern zum Verhängnis werden.  Der Vorschlag unseres Lesers: die Zahl 30 auf die Fahbahn pinseln. Die Stadt-Pressestelle, damit konfrontiert, wollte den Tipp wohlwollend prüfen.


Nach dem Bericht vom 14. November erreichten dann sowohl Walter Köppen als auch die SZ einige Reaktionen und Anregungen von Bürgern, die sich ebenfalls Tempo-30-Hinweise auf der Straße wünschen. Um ein Beispiel zu nennen: Ein Dudweiler Bürger weist auf das Gebiet Oberstraße/Mittelstraße/Lindenplatz hin. Dort sei ein Spielplatz und eine deutliche Kennzeichnung mehr als wünschenswert. Vielleicht wird die Stadtverwaltung auch diese Stelle wohlwollend unter die Lupe nehmen.

Nach Angaben von Walter Köppen  sind ihm weitere Straßen genannt worden, in denen sich Anwohner Tempo 30 auf der Fahrbahn wünschen, dabei auch kleine überschaubare Bereiche, die jedoch StVO-konform beschildert seien. So sei etwa der Waldhausweg/Ilsestraße zwischen dem Meerwiesertalweg und der Scheidter Straße mit maximal  30 km/h befahrbar. Jede in diese Straße einmündende bzw. abgehende Straße sei als 30-km-Zone eingestuft. Und damit sei  die Sache geregelt. Köppen: „In einigen Wohngebieten in Saarlouis sind ebenfalls 30-km-Zonen eingerichtet. In diesen Zonen wird in regelmäßigen Abständen auf den Fahrbahnen auf die 30 hingewiesen. Teilweise sind auch Schwellen eingebaut. Darüber hinaus sind an den einmündenden Straßen Fahrbahnmarkierungen ersichtlich, die auf die ,Rechts vor links-Regelung’ aufmerksam machen. StVO de-luxe“. Jedoch sei es nicht im Sinne der Straßenverkehrsordnung, ein Gebiet südlich der Beethovenstraße, in dem über 8000 Personen leben, mit fünf Schildern als 30-km-Zone auszuweisen.



Wir haben, nach der erstaunlichen Resonanz aus der Bevölkerung die Stadt-Pressestelle erneut kontaktiert. Deren Statement ist noch ganz frisch und für viele erfreulich. Denn Thomas Blug erklärt: „Wir werden in den kommenden Wochen Tempo-30-Markierungen auf bestimmten Straßen aufbringen, zum Beispiel im Nauwieser Viertel, in der Moselstraße am Rastpfuhl und auch in der Liesbet-Dill-Straße in Dudweiler-Süd. Wenn wir gute Ergebnisse erzielen, werden wir prüfen, wo in welchen Straßen solche Markierungen noch sinnvoll sein könnten.“ Die SZ bleibt am Ball.

Übrigens: Die Stadt Sulzbach hat solche Fahrbahnmarkierungen mittlerweile an neun Stellen  etabliert. Nach Angaben von Stadt-Pressesprecher Elmar Müller sind seither beim Ordnungsamt keine Anwohnerbeschwerden über Raser mehr eingegangen.