So sieht es auf der alten Saarmesse aus „Hier passiert etwas Großes“ – Richtfest für ersten Neubau am Schanzenberg (mit Fotos)

Saarbrücken · Im kommenden Jahr werden sich die ersten Firmen auf dem alten Messegelände niederlassen. Hauptmieter eines mächtigen Neubaus wird die Krankenkasse AOK. Wie es vor Ort jetzt aussieht.

 Von der obersten Etage aus hat man einen tollen Blick auf Saarbrücken.

Von der obersten Etage aus hat man einen tollen Blick auf Saarbrücken.

Foto: Thomas Schäfer

Ganz oben ist der Ausblick fantastisch – und besonders, weil völlig neu. Quer durch Saarbrücken bis zum Eschberg kann man den Blick schweifen lassen von hier oben aus, während unter einem die Autobahn rauscht. Vorne links die HTW, geradeaus auf Augenhöhe die Villa Weismüller, rechts dann sattes Grün, Natur pur.

Drei Firmen ziehen 2024 an den Schanzenberg

Die Ersten, die hier einziehen werden in einigen Monaten, können sich auf einen außergewöhnlichen Arbeitsplatz freuen im ersten Neubau am Schanzenberg, auf dem ehemaligen Saarbrücker Messegelände. Es sind dies die IT-Firma Previsionz, der Nahrungsergänzungsmittel-Spezialist GSE-Vertrieb sowie als Hauptmieter die Krankenkasse AOK.

Glückliche Gesichter beim Richtfest: Eva-Maria Klappauf (im roten Dirndl, rechts daneben ihre Eltern), OB Uwe Conradt (ganz rechts).

Glückliche Gesichter beim Richtfest: Eva-Maria Klappauf (im roten Dirndl, rechts daneben ihre Eltern), OB Uwe Conradt (ganz rechts).

Foto: Thomas Schäfer

Am Donnerstag wurde Richtfest gefeiert für das über 20 Meter hohe Gebäude. Die Investoren-Familie Reichenberger aus Bayern hatte eingeladen, um sich bei allen Beteiligten für die bisherige Leistung zu bedanken und sie mit Schnitzel, Kartoffelsalat und Gemüselasagne zu beköstigen, schließlich sei „der erste Meilenstein geschafft“.

„Ich verspreche Ihnen, es wird gut werden“

Saarbrücken: Neues Leben auf dem alten Messegelände
29 Bilder

Richtfest auf dem alten Messegelände – So sieht es dort jetzt aus

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Foto: Thomas Schäfer

Tochter Eva-Maria Klappauf, die das Multimillionen-Projekt federführend managt, dankte in ihrer Begrüßungsrede besonders den künftigen Mietern sowie der Landeshauptstadt. „Weil Sie an unsere Vision glauben, ist es uns überhaupt möglich, solch einen Neubau umzusetzen“, sagte sie und betonte: „Ich verspreche Ihnen, es wird gut werden.“

Daran zweifelt Oberbürgermeister Uwe Conradt (CDU) offensichtlich nicht, wenngleich er mutmaßte, dass nach den Ankündigungen und schönen Bildern bei dem ein oder anderen sicherlich noch Skepsis geherrscht habe, ob das denn wirklich alles so gebaut wird. „Jetzt, wo manche Halle abgerissen ist, und man den Rohbau auch von der Autobahn aus erkennen kann“, erklärte Conradt, „merken die Menschen, hier geht was, hier passiert etwas Großes.“ Das Projekt der Reichenbergers sei „beispielhaft dafür, dass Menschen an unsere Stadt glauben und hier in die Zukunft investieren“.

Tatsächlich sollen auf dem historisch bedeutenden Gelände mehr als 40 Millionen Euro verbaut werden, das Ziel ist ein „hochwertiges Gewerbe-Quartier“ mit Büros, Laboren, einer Kita, Gastronomie, Sportmöglichkeiten, Wohnen auf Zeit.

Standort an der Autobahn „perfekt“

Christina Collmann, Geschäftsführerin der auf Datenanalyse spezialisierten Firma Previsionz, ist glücklich, gemeinsam mit mehr als 20 Mitarbeitern von Anfang an dabei sein zu können bei diesem „spannenden“ Projekt. „Hier entsteht eine Welt für das neue Arbeiten, was auch unser Business sehr gut widerspiegelt.“ Der Standort direkt an der Autobahn sei „perfekt geeignet“, der Austausch mit Familie Reichenberger stets sympathisch, sagt Collmann: „Daher haben wir uns für Saarbrücken entschieden, es hätte auch Alternativen gegeben.“

Vielleicht folgen ja noch viele Firmen diesem Beispiel. Eva-Maria Klappauf jedenfalls ist guter Dinge und top motiviert: „Wir haben noch einiges vor am Schanzenberg!“