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Saarbrücken renoviert Deutsch-Französischen Garten

Frühling : Der DFG soll wieder wie einst erblühen

Der Deutsch-Französische Garten steht unter Denkmalschutz. 2020 wird er 60 Jahre alt. Dann soll er wieder in alter Pracht erblühen. Das muss von langer Hand vorbereitet werden. Die Stadtgärtner sind schon dabei.

Der Deutsch-Französische-Garten (DFG) in Saarbrücken wird 2020 seinen 60. Geburtstag feiern. „Im Vorgriff auf das Jubiläumsjahr arbeiten wir jetzt schon besonders intensiv“, sagt Gartenmeister Bernhard Trenz, der genau weiß, dass man viele Pflanzen lange vorher setzen muss, damit sie zum Stichtag ihre volle Pracht entfalten. Und da der DFG unter Denkmalschutz steht und die Gärtner nicht frei nach Lust und Laune gestalten können, gelte schon beim Bezug der Pflanzen besondere Sorgfalt und Mühe.

Im Rosengarten werde das besonders deutlich, denn man versuche, die Gestalt der Beete zu erhalten. Mehr als 100 Rosensorten wachsen dort. Wenn Stöcke eingehen, sollen die gleichen Züchtungen nachgepflanzt werden. „Bei alten Sorten ist das nicht einfach, weil die Züchter mit der Mode gehen und sich auf gefragte Sorten konzentrieren. So haben wir 2018 alte Sorten des französischen Züchters Meilland  nicht kaufen können. Jetzt haben wir welche und setzen sie. Sorten, die nicht mehr gehandelt werden, ersetzen wir durch Rosen von ähnlicher Gestalt.“

Ein gutes Dutzend Arbeiter beackert momentan den Rosengarten, eine weitere Kolonne den Heidegarten, im Ehrental sind Gärtner-Azubis aus Nantes im Einsatz. Die pflegen seit fünf Jahren eine Partnerschaft mit dem städtischen Bildungsträger ZBB und haben aus Nantes Dünenpflanzen und Weinstöcke mitgebracht. Im Februar haben deutsche Azubis in Nantes Moselweinreben und saarländische Feldhecken gepflanzt. Hans-Martin Derow vom ZBB betreut 18 Azubis aus der Saarbrücker Partnerstadt und zeigt ihnen auch das Saarland.

Im DFG wird Ostersonntag die Saison eröffnet. Bis dahin wird an jeder Ecke gearbeitet. 140 000 Zwiebelpflanzen wurden gesetzt, 6000 Rosen gepflegt. Nach der Tulpenblüte folgen 30 000 Sommerflor-Pflanzen, die zwischen den mehr als 40 Baumarten für Farbtupfer sorgen.

Die Seilbahn wurde vom Tüv abgenommen, das Wirtschaftsministerium prüft die Kleinbahn, der Bachlauf wird noch gereinigt, die Wasserorgel geputzt. Dafür wurde der Wasserspiegel im Weiher abgesenkt. „Die Wiederbefüllung dauert lange, da Regenwasser und der Pulverbach die einzigen Zuläufe sind. Deswegen reinigen wir die Wasserorgel jetzt, damit wir Zeit zum Anstauen bis Ostern haben“, so Trenz.  Er ist optimistisch, dass das gelingen wird. Er kennt seinen Park.

Jugendliche aus Saarbrücken und Nantes bepflanzen gemeinsam ein Freundschaftsbeet im DFG.       Foto: BeckerBredel

Kranke Bäume werden noch gefällt, an einer Buche eine Kronensicherung eingebaut, alle Wege ausgebessert. Erfreulich sei, dass es im Winter sehr wenig Vandalismus gegeben habe. Bedauerlich sei, dass man nach Anwohnerbeschwerden die Pfauen zurück in den Wildpark habe bringen müssen. Aber die Tiere hätten sich – auch weil sie gefüttert wurden – oft in Gärten der angrenzenden Häuser aufgehalten und zudem gerade in der Mauser ihre lauten Rufe ertönen lassen. Bis Ostersonntag wird im DFG alles funktionieren, versichert Trenz. Dann werden Studenten im Hasenkostüm wieder Eier an die Kinder austeilen und alle Bahnen in Betrieb sein.