Seltsamer Anblick Der Rasen ist weg – was jetzt im Ludwigspark passiert

Saarbrücken · Der Rasen im Saarbrücker Ludwigsparkstadion hat in den vergangenen Monaten für viele Schlagzeilen gesorgt. Jetzt sind erste Teile weg und auf anderen Plätzen in der Stadt verlegt worden. Das ist der aktuelle Stand der Arbeiten.

 Sieht nicht schön aus, ist aber ein gutes Zeichen. Es geht voran mit dem neuen Rasen im Ludwigspark.

Sieht nicht schön aus, ist aber ein gutes Zeichen. Es geht voran mit dem neuen Rasen im Ludwigspark.

Foto: Thomas Schäfer

Wenige Tage nach dem 2:1-Erfolg des 1. FC Saarbrücken im Finale des Fußball-Saarlandpokals gegen den FC Homburg hat im Saarbrücker Ludwigspark der Neubau des in die Schlagzeilen geratenen Rasens begonnen – zumindest die Vorbereitungen für den umfangreichen Neubau, der dann in der kommenden Woche starten soll. Zaungäste in Höhe der Saarlandhalle können sich davon derzeit überzeugen oder werden womöglich überrascht von einem besonderen, durchaus seltsamen Anblick auf die Spielfläche des städtischen Stadions. So waren am Dienstagnachmittag bereits weite Teile des Rasens vor der Gegentribüne verschwunden.

Ludwigspark: Beim Rasen muss es schnell gehen

Wie Stadtpressesprecher Thomas Blug unserer Zeitung bestätigte, haben Mitarbeiter des Grünamtes wie geplant damit begonnen, Teile des Rasens „abzuschälen“. Baudezernent Patrick Berberich (CDU) hatte vor Wochen erklärt, dass dieser nach dem Pokal-Debakel mit der Absage des Spiels gegen Mönchengladbach sehr kurzfristig für 200 000 Euro angeschaffte „Übergangsrasen“ auf städtischen Flächen eine Weiterverwendung erfahren soll. Er müsse allerdings, wenn er im Ludwigspark abgetragen wird, „sofort am gleichen Tag verlegt werden“.

Teile des Ludwigspark-Rasens wurden in der Breitenbacher Straße verlegt.

Teile des Ludwigspark-Rasens wurden in der Breitenbacher Straße verlegt.

Foto: LHS

Dies ist nun erstmals erfolgt. Laut Blug wurden bislang Bolzplätze in der Mettlacher Straße in Burbach und in der Breitenbacher Straße in Malstatt sowie Teile des städtischen Rasenplatzes in Brebach mit dem teuren Grün versorgt. Die dortigen Flächen seien in den vergangenen Tagen vom Grünamt entsprechend vorbereitet worden.

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Foto: Christine Funk

Grünamt nach Hochwasser im Dauereinsatz

Allerdings, so schränkt Blug ein, seien aufgrund des Hochwassereinsatzes die Kräfte des Grünamtes weiterhin zum Großteil gebunden: „Das Beseitigen der Schäden hat Priorität. Dennoch verlegen wir im Rahmen des Möglichen Teile des Rasens kurzfristig auf anderen Sportplätzen, ehe die Arbeiten an der Erneuerung des Spielfeldes im Ludwigsparkstadion starten.“

Die Baustelle wird voraussichtlich am Montag eingerichtet, nach SZ-Informationen soll die beauftragte Fachfirma dann Mitte der kommenden Woche mit ihrer Arbeit beginnen. Wie exklusiv berichtet, wurde das Unternehmen Heiler aus Bielefeld mit dem rund 1,5 Millionen Euro teuren Rasen-Neubau beauftragt. Heiler gilt als einer der führenden Anbieter im Sportplatzbau und hat bereits für zahlreiche Top-Vereine der Bundesliga gearbeitet, unter anderem für den FC Bayern München, Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund. Auch auf dem neuen Campus des Deutschen Fußball-Bundes in Frankfurt war die Firma im Einsatz, hat dort in zwölf Monaten fünf Rasenplätze gebaut.

In Saarbrücken reicht ein Rasen, der dann aber auch bitte mit Regen zurechtkommt. Viel Zeit ist nicht. Anfang August müssen die Arbeiten abgeschlossen sein, dann beginnt die neue Runde der Dritten Liga, die der 1. FC Saarbrücken höchstwahrscheinlich mit einem Auswärtsspiel beginnen muss.

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