Umweltministerium des Saarlandes Fischen und Muscheln in der Saar geht’s gut

Saarbrücken/Mainz · Laut Umweltministerium sind Wassertemperatur und Sauerstoffgehalt in der Saar trotz der Hitze „optimal“.

 Den Fischen in der Saar geht es trotz Hitze soweit gut.

Den Fischen in der Saar geht es trotz Hitze soweit gut.

Foto: BeckerBredel

Steigt die Wassertemperatur, sinkt der Sauerstoffgehalt. Ein Effekt, der insbesondere vielen Lebewesen in den Gewässern gefährlich werden kann. Etwa Fischen und Muscheln. Laut saarländischem Umweltministerium muss man sich derzeit jedoch keine Sorgen machen. „Sauerstoffgehalt und Wassertemperatur  sind für die Tiere aktuell unproblematisch“, erklärte eine Sprecherin des Ministeriums. Der Sauerstoffgehalt in der Saar liegt demnach bei momentan etwa zehn Milligramm pro Liter. Die Wassertemperatur des Flusses betrug am Freitagnachmittag in Saarbrücken 22 Grad Celsius. An den Staustufen  bei Rehlingen und in Güdingen lag sie etwas darunter. Die Gefahr eines Fischsterbens besteht damit nicht: „Beziehungsweise ist uns ein solches nicht bekannt“, sagte die Sprecherin. Das Umweltministerium spricht von „optimalen“ Werten.

Anders sieht es in Rheinland-Pfalz aus. Dort hatte das Umweltministerium wegen steigender Temperaturen in den Flüssen eine erste Warnstufe ausgerufen. Damit müssen Unternehmen, die Kühlwasser aus Fließgewässern verwenden, Vorsorgemaßnahmen treffen, wie das Ministerium bereits am Dienstag mitteilte. Die Temperatur der Mosel bei Palzem lag da bei 24,5 Grad, die im Rhein sogar bei 25,3 Grad. Bis Sonntag wird befürchtet, dass die Rheinwassertemperatur in Mainz an die Schwelle von 27 Grad kommt und damit die zweite Warnstufe erreicht werden könnte. Bei den Fischen führten die steigenden Wassertemperaturen zu Verhaltensänderungen und erhöhter Anfälligkeit für Krankheiten.

In der ersten Handlungsstufe des Ministeriumskonzepts werden die Wärmeeinleiter von der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) angeschrieben und aufgefordert, vorsorgliche Maßnahmen zu ergreifen. Dazu gehören etwa die Messung der Gewässertemperatur vor und nach der Einleitung von Kühlwasser sowie die Prüfung, ob andere Kühlmöglichkeiten für den Betrieb genutzt werden können. Unternehmen, die Kühlwasser aus Fließgewässern verwenden, müssen zudem Vorsorgemaßnahmen treffen. In der zweiten, dritten und vierten Handlungsstufe sind weiterreichende Maßnahmen vorgesehen bis hin zur Produktionseinstellung.

Im vergangenen Jahr wurde in Mainz die Stufe 2 ausgerufen, 2018 auch die Stufe 3. Die höchste Stufe 4 wird ausgerufen, wenn die Gewässertemperatur 29 Grad überschreitet. Dazu ist es in Rheinland-Pfalz bislang nicht gekommen. Im Saarland sind laut Umweltministerium derartige Maßnahmen derzeit nicht geplant.

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