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Saar-Spitzenpolitiker verurteilen Ausschreitungen am Kapitol

Saar-Spitzenpolitiker verurteilen Ausschreitungen am Kapitol : „Ein Präsident, der die Gewalt entfesselt hat, ist für eine freie Welt unerträglich“

Der Sturm auf das Kapitol in Washington hat auch im Saarland Erschütterung ausgelöst. Der Schuldige ist klar.

Saarlands Spitzenpolitiker haben die Erstürmung des US-Kongresses von Anhängern des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump scharf verurteilt. „Szenen wie diese in #WashingtonDC hätte ich nie für möglich gehalten“, twitterte der saarländische Regierungschef Tobias Hans (CDU). „Ein Präsident, der der Gewalt nicht nur keinen Einhalt gebietet, sondern sie gar entfesselt hat, ist für eine freie Welt unerträglich.“

Saarlands stellvertretende Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) teilte mit: „Donald Trump zeigt endgültig, dass seine zu Ende gehende Präsidentschaft keine Freak-Show im TV war, sondern darauf angelegt, eine Demokratie und ihre Institutionen verächtlich zu machen, Hass zu säen und die USA zu spalten.“ Trump habe als „Staats-Clown“ endgültig die Maske abgenommen. Dabei werde klar: „Trump ist ein autoritärer Alptraum.“

Die Zwietracht, die Trump gesät habe, sei nun „zu blutiger Gewalt und einem Chaoten-Aufstand in Washington geworden“, sagte die Wirtschaftsministerin. Sie sei aber sicher, „dass die älteste Demokratie der Welt stärker ist als der Hass dieses Mannes und seiner Anhänger“. Der neue US-Präsident Joe Biden soll am 20. Januar vereidigt werden.

Am Mittwoch waren Proteste wütender Anhänger des abgewählten Trump in der Hauptstadt Washington eskaliert und hatten das politische Zentrum der USA zeitweise in beispielloses Chaos gestürzt. Bei den Ausschreitungen kamen nach Angaben der Polizei vier Menschen ums Leben. Zahlreiche europäische Spitzenpolitiker äußerten sich schockiert über die Ereignisse in Washington und verurteilten die Gewalt.

(dpa)