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Fußball-Oberliga
Saar 05 verliert Saarderby gegen den FC Wiesbach

Timon Seibert hat keinen Unterschied zwischen den Mannschaften gesehen.
Timon Seibert hat keinen Unterschied zwischen den Mannschaften gesehen. FOTO: Andreas Schlichter
Saarbrücken. Ohne Veränderung  in der Startelf im Vergleich zum vorangegangenen 3:1-Sieg bei Eintracht Trier ist Fußball-Oberligist Saar 05 Saarbrücken ins Saar-Derby gegen den FC Wiesbach gegangen. Trotz eisiger Temperaturen rund um den Gefrierpunkt und schwierigen Rasenbedingungen entwickelte sich ein ansehnliches Spiel, das die Gäste mit 3:2 (2:1) für sich entschieden. Von Lucas Jost

Sie gingen nach knapp 13 Minuten in Führung. Nach einer Flanke von Hendrik Schmidt blieb Patrick Ackermann mit seinem Schuss in der Saarbrücker Abwehr hängen, Marcel Noll jagte die Kugel im Nachschuss aber unter die Latte.


Das 2:0 in der 39. Minute war kurios. Gleich dreimal infolge trat Schmidt zum Eckball an die linke Eckfahne heran. Und dreimal versuchten es die Wiesbacher mit der gleichen Variante: Der Ball wurde zum ersten Pfosten geschossen. Saarbrückens Trainer Timon Seibert haderte: „Beim 2:0 verstehen wir auch beim dritten Mal nicht, dass der Ball auf den kurzen Pfosten kommt.“ Mike Baier brachte den Ball mit einer Kopfball-Verlängerung zu Ackermann, der das Leder problemlos ins Tor köpfen konnte.

„Wir haben verdient mit 2:0 geführt und dann unnötige Gegentore bekommen“, sagt Wiesbachs Trainer Michael Petry. Der Tabellenletzte aus Saarbrücken entwickelte mehr Offensivdrang und kam durch ein Kopfballtor von Kapitän David Seibert zum 1:2-Anschlusstreffer.



In der insgesamt ausgeglichenen Partie hatte Saar 05 danach seine beste Phase, während der FC Wiesbach immer wieder in die Abseitsfalle der Gastgeber lief. In der 63. Minute war es Außenverteidiger Nikola Petrov, der aus der Bedrängnis einen weiten Pass auf David Marikjan auf der linken Außenbahn spielte. Dessen direkte Hereingabe konnte die Wiesbacher Defensive abwehren. Doch der Ball kam zu Stürmer Alexander Schmieden, der mit dem Fuß den Ausgleich erzielte.

Doch nur zwei Minuten später erzielte Fabio Pelagi per Kopfball den 3:2-Siegtreffer für den FC Wiesbach. „Da muss ich meiner Mannschaft ein Riesenkompliment machen, dass sie so zurückgekommen ist. Am Ende war der Sieg, denke ich, auch verdient“, erklärte Petry. Sein Gegenüber Timon Seibert war da ganz anderer Meinung: „Ich habe keinen Unterschied zwischen beiden Mannschaften gesehen.“

Er muss mit seiner Mannschaft am kommenden Freitag, 23. März, beim unangefochtenen Spitzenreiter FC Homburg antreten. Anstoß der Partie im Waldstadion ist dann um 19 Uhr.