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Saar 05 Saarbrücken richtet Masters-Turnier mit 74 Wertungspunkten aus

Masters-Turnier beginnt am 2. Januar : Auf dem Feld hui, in der Halle pfui

Der Fußball-Saarlandligist Saar 05 Saarbrücken spielt nach dem Oberliga-Abstieg und dem Umbruch eine starke Saison. Unterm Hallendach läuft es dagegen nicht rund. Jetzt steht das eigene Masters-Qualifikationsturnier an.

Kunstrasen, Rundum-Bande und viele hochkarätige Mannschaften: Der am Mittwoch, 2. Januar, beginnende Sparda-Bank-Cup des SV Saar 05 Saarbrücken lässt auch in diesem Winter das Herz von Hallenfußball-Fans höher schlagen.

Mit 74 Wertungspunkten ist das Turnier in der Saarbrücker Joachim-Deckarm-Halle mit dem des SV Gersweiler das beste der 45 Veranstaltungen umfassenden Masters-Serie.

Gastgeber Saar 05 konnte bislang in der Hallenrunde nicht überzeugen. Lediglich ein dritter Platz beim Turnier des SV Bübingen steht für die Mannschaft, die in der Halle von Spieler Jannik Schliesing betreut wird, zu Buche. „Da haben wir uns schon etwas mehr erhofft“, gibt der Vorsitzende Frank Seibert zu. Er ergänzt: „Jetzt sollen die Jungs vor allem Spaß haben. Ich denke, dass für die Masters-Qualifikation 80 Punkte nötig sein werden. Die werden wir wohl nicht mehr erreichen.“

Dennoch wollen die Gastgeber beim eigenen Turnier natürlich eine gute Rolle spielen. Neben dem Saarlandligisten zählen vor allem Masters-Titelverteidiger Röchling Völklingen (Oberliga) und die in der Masters-Tabelle weit oben stehenden Saarlandligisten SC Halberg Brebach und SV Auersmacher sowie der Saarlandligist FC Rastpfuhl, der sich unbedingt für das Masters qualifizieren will, zu den Favoriten. Außenseiter-Chancen dürften auch der 1. FC Saarbrücken und die SV Elversberg haben. Beide Clubs sind mit ihren Regionalliga-Mannschaften gemeldet, werden aber mit ihren zweiten Mannschaften antreten.

Während es für Saar 05 Saarbrücken in der Hallenrunde noch nicht lief, glänzte die Mannschaft des Trainer-Duos Timon und Eric Seibert dagegen in dieser Saison auf dem Feld. Zur Winterpause liegen die Saarbrücker in der Saarlandliga-Tabelle auf Platz zwei – punktgleich mit den Verfolgern SV Mettlach und SF Köllerbach sowie fünf Zähler hinter Spitzenreiter SV Elversberg II. „Damit sind wir natürlich sehr zufrieden“, erklärt Frank Seibert, der Vater der beiden Trainer: „Vor der Saison hatten wir einen Umbruch, wir wollten junge Spieler aus der eigenen A-Jugend einbauen. Dass uns dies hervorragend gelungen ist, drückt sich ja in diesem Tabellenplatz aus.“

Sollte Saar 05 Saarbrücken bis zum Rundenende auf Platz zwei bleiben, hätte sich der Club sportlich für eine Aufstiegsrunde zur Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar qualifiziert.

Dies ist die Spielklasse, aus welcher der Verein am Ende der vergangenen Spielzeit abgestiegen ist. Die Saarbrücker hatten aber – unabhängig vom sportlichen Abstieg – vor ziemlich genau einem Jahr angekündigt, sich ohnehin aus der Oberliga zurückziehen zu wollen. Da stellt sich nun die Frage, ob eine Rückkehr dorthin angestrebt wird. Dazu sagt Frank Seibert: „Das werden wir in aller Ruhe mit der Mannschaft, dem Vorstand und unseren Sponsoren besprechen.“ Der Vorsitzende ergänzt: „Ich persönlich finde die Saarlandliga interessanter als die Oberliga. Es kommen mehr Zuschauer. Und ich weiß auch nicht, ob die höhere Spielklasse zu unserem Konzept, junge Spieler aus dem eigenen Nachwuchs einzubauen, passt. Im kommenden Sommer werden nämlich wieder einige Spieler aus unserer A-Jugend, die in der Regionalliga spielt, in den Aktivenbereich aufrücken.“

Bis Anfang Mai muss Saar 05 Saarbrücken dem Regionalverband Südwest mitteilen, ob der Verein im Falle einer sportlichen Qualifikation in die Oberliga aufsteigen möchte. Genügend Zeit also, um alle Vor- und Nachteile abzuwägen.

Noch nicht entschieden ist übrigens auch, ob Timon und Eric Seibert die Saarbrücker in der kommenden Spielzeit trainieren werden. „Darüber haben wir noch nicht gesprochen. Ich denke aber nicht, dass es große Veränderungen geben wird“, sagt Vater Frank Seibert.

www.svsaar05.de