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Püttlinen/Fresagrandinaria
Rudolf Müller erhielt jetzt einen weiteren Ehrenbürger-Titel

Rudolf Müller, Ex-Bürgermeister von Püttlingen.
Rudolf Müller, Ex-Bürgermeister von Püttlingen. FOTO: rup / ruppenthal,rolf
Püttlinen/Fresagrandinaria. Ein verdienstvoller Saarländer ist auch in Italien sehr angesehen: Rudolf Müller, der frühere Bürgermeister von Püttlingen.

(red) Die Biographie des früheren Bürgermeisters von Püttlingen, Rudolf Müller, ist um eine Auszeichnung reicher. Es handelt sich um die Ehrenbürgerschaft der italienischen Gemeinde Fresagrandinaria. Die Kommune in den Abruzzen würdigt damit den Beitrag Müllers zum Zusammenwachsen Europas auf der Ebene der Städte und Gemeinden. Und sie unterstreicht so Müllers Wirken für die Freundschaft über Grenzen hinweg.


Der Bürgermeister von Fresagrandinaria, Giovanni Di Stefano, blickte in der Laudatio auf den neuen Ehrenbürger gut vier Jahrzehnte zurück. Es sind 40 Jahre, in denen nicht zuletzt Müller Großes für die Völkerverständigung geleistet habe. Di Stefano sagte, es habe ja nach dem Zweiten Weltkrieg viele Italiener gegeben, die ins Saarland – und auch nach Püttlingen – kamen, um dort Arbeit zu finden.

Da galt es, Brücken zwischen dem Saarland und der alten Heimat der italienischen Zuwanderer zu schlagen. Brücken, um die nicht zuletzt Rudolf Müller sich verdient gemacht hat.



Die ersten offiziellen Kontakte zwischen der Stadt Püttlingen und der 1000-Einwohner-GemeindeFresagrandinaria gab es 1992. Damals empfing Mülller als Bürgermeister von Püttlingen eine Verwaltungsdelegation aus dem Abruzzen-Ort. Viele weitere Treffen folgten. Um die Beziehungen zwischen den Städten zu verstärken, unterzeichneten Rudolf Müller und sein italienischer Kollege Di Stefano ein Freundschaftsprotokoll. Di Stefano bescheinigte seinem „Freund Rudolf Müller“, er habe das Zusammenwachsen Europas vorangebracht und ein Klima der Solidarität sowie des Austausches geschaffen. Auch dafür habe Rudolf Müller seit 1996 das „Europäische Städtebündnis für Jugend- und Kulturaustausch“ gefördert, das noch heute funktioniere. Ihm gehören an: St. Michel sur Orge (Frankreich), Püttlingen und Senftenberg (beide Deutschland), Fresagrandinaria (Italien), Nowa Sol (Polen), Zamberk (Tschechien) und Veszprem (Ungarn).

Müllers Wirken ist auch in seiner Heimat anerkannt. 2009 verlieh die Stadt Püttlingen ihrem ehemaligen Bürgermeister die Ehrenbürgerschaft. Müller hatte fast drei Jahrzehnte als Verwaltungschef die Stadt mitgeprägt, und zwar seit der Gebietsreform 1974 bis Ende 2001.