Riegelsberger „Ziehwänsches-Umzug“ steigt, Umzug der Warndtkater nicht.

Karneval : Das stürmische Wetter setzte den Narren zu

Der Riegelsberger „Ziehwänsches-Umzug“ trotzt Wind und Regen. Hagelwarnung verhindert den Umzug der Warndtkater.

„Unterwegs bei Eis und Schnee“ lautete das Motto des Riegelsberger „Ziehwänsches-Umzug“ – „Unterwegs bei Wind und Regen“ hätte es besser getroffen. Die Elterninitiative für ein kinderfreundliches Riegelsberg hatte den Umzug am Rosenmontag im wahren Wortsinn auf die Beine gestellt, denn bei diesem Umzug ist ausschließlich Muskelkraft zugelassen.

Etwa 100 Teilnehmer machten sich kurz nach 14 Uhr vom Riegelsberger Marktplatz aus auf den Weg, um, teils mit Ziehwägelchen ausgestattet, durch Marien-, Rathaus- und Glückauf-Straße wieder zurück zum Markt zu ziehen. Dabei trotzten die großen und kleinen „Faasebooze“ – darunter passend zum Motto auch eine Gruppe kleiner Pinguine – dem Wind und wiederkehrendem Regen.

Am Rosenmontag, 14.05 Uhr, im Großrosseler Ortsteil Dorf im Warndt: „Wir nutzen die Gunst der Stunde und starten den Umzug um 14.11 Uhr“, lautet die Ansage. Denkste!

Fünf Minuten später bläst Dirk Marmann, Vorsitzender des Ausrichtervereines Warndtkater, die Veranstaltung ab. „Wir haben gerade eine Hagelwarnung hereinbekommen, die Verantwortung ist zu groß.“

Dabei waren die Faasebòòze gerüstet und gut drauf. Durchsichtige Ponchos an – und was die Burschen  flitzen können. Prinz Noldi vom SV Karlsbrunn spurtet jedenfalls einem davonfliegenden Hut hinterher, holt ihn auch ein.  „Wär der mòò im Strafraum so schnell“, lästert einer.

Auch eine Gruppe kleiner Pinguine beteiligte sich am „Ziehwänsches-Umzug“ in Riegelsberg.  . Foto: BeckerBredel

Wie auch immer: Rund 400 Teilnehmer aus 28 Gruppen streichen die Segel und feiern in der Halle die Fastnacht. Vielleicht wird’s ja zum Kehraus am Dienstag was mit dem Doll-Doll-Umzug?

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