Zurück zu den Riegelsberger Wurzeln

Zurück zu den Riegelsberger Wurzeln

Die Berufsmusiker Armin und Vera Ziegler leben seit November wieder in ihrer Heimat. Sohn Christoph soll als "Landkind" groß werden. Zudem gefällt dem Ehepaar besonders das musikalische Gemeindeleben - und die Rostwurstbude am Marktplatz.

Riegelsberg. Lange lebte Armin Ziegler fern seiner Heimat. Den Berufsmusiker hatte es in die weite Welt gezogen. Als Soloklarinettist hatte der heute 59-Jährige zunächst im kommerziellen Tanzorchester "Teddy Stauffer" gespielt und war mit dem weltberühmten Clown Charlie Rivel auf Tournee. Während seines Militärdienstes spielte der gebürtige Überhofener im Musikcorps der Bundeswehr, wurde von Bundespräsident Walter Scheel für seine musikalischen Leistungen mit der Bundesverdienstmedaille ausgezeichnet. Nach seinem Musikexamen führte ihn sein Weg für fünf Jahre an die Deutsche Oper in Düsseldorf. 1986 wechselte er als stellvertretender Soloklarinettist für 25 Jahre zum Symphonieorchester des Hessischen Rundfunks. Zwischendurch spielte er zwei Jahre in einem Orchester in Japan, war bei den Berliner Philharmonikern und beim Bayerischen Rundfunkorchester engagiert, arbeitete als Dozent an den Hochschulen in Köln, Würzburg und Frankfurt.Nach so vielen Zwischenstationen in der Welt kehrte er im vergangenen November mit der Familie in seinen Geburtsort Riegelsberg zurück. Im Gisorsviertel hatte er sich bereits 1995 ein Haus gekauft. "Immer, wenn ich auf Heimatbesuchen war, wohnte ich hier", erzählt Armin Ziegler. "Für mich war klar, dass ich im Ruhestand wieder in meine Heimat zurück möchte. Hier leben meine Mutter und meine Schwester. Hier habe ich meine Jugend verbracht. Hier habe ich Kontakte zu meinen musikalischen Wurzeln." Als im vergangenen Jahr die Entscheidung für den Vorruhestand fiel, sagten Frau Vera und Sohn Christoph schnell "ja" zum Umzug von Frankfurt ins Saarland.

"Wichtig für uns war, dass unser damals vierjähriger Sohn in Riegelsberg als 'Landkind' groß werden kann", erklärt Vera Ziegler. Die 44-Jährige ist gebürtig aus Heusweiler, hat aber ihre Schulzeit in Riegelsberg verbracht. Die professionelle Orchestermusikerin und Klarinettistin hat über zwölf Jahre in Aachen an zwei von ihr gegründeten Musikschulen gearbeitet und zog der Liebe zu Armin Ziegler wegen im Jahr 2006 nach Frankfurt. Auf ihre Rückkehr ins heimische Riegelsberg haben sich beide gleichermaßen gefreut. Sie wollten Christoph zeigen, "wo wir herkommen, und was wir selbst an schönen Dingen in Riegelsberg erlebt haben", und sie wollten ihm auch "das für uns so hervorragende musikalische Gemeindeleben zeigen", schildern beide übereinstimmend.

"Meine Kontakte zur Kirchengemeinde St. Matthias, zum Kammerorchester Riegelsberg, zum Männerchor und zum Veranstaltungsort 'Haus Gabriel' haben uns den Wiedereinstieg in die Heimat erleichtert", erklärt Armin Ziegler.

"Mir gefällt an Riegelsberg besonders der Kinderspielplatz am Steinhübel", gleich unterhalb seines Kindergartens, sagt Christoph, "und mein Schwimmkurs in der Pflugscheidschule und das Kinderatelier von Irmgard Schweizer".

"Ich finde es schön, rund um die Riegelsberghalle und die schönen Neubaugebiete zu spazieren", erklärt Vera Ziegler. Und alle drei lieben die Currywurstbude am Marktplatz. "Als Anni Heinen noch die Rostwürstchen brutzelte, fuhren wir manchmal nur wegen Annis Schaschliksoße von Frankfurt nach Riegelsberg", sagen beide schmunzelnd. Auch Christoph teilt die feurigen Vorlieben seiner Eltern, schwärmt von den knackigen Würstchen, auch wenn er die Riegelsberger "Brutzel-Legende" nur noch vom Namen her kennt.