Zur Kasse: Saarbahn will gut zwei Millionen Euro von Riegelsberg

Zur Kasse: Saarbahn will gut zwei Millionen Euro von Riegelsberg

Bahnen und Busse fahren nur dank Millionenzuschüssen. Der Saarbahn, Tochter der Stadtwerke Saarbrücken, fehlen pro Jahr 5,5 Millionen Euro an Fördermitteln. Zumindest zum Teil will die Saarbahn dies ausgleichen und hat in einem Brief an die Gemeinde Riegelsberg 2,3 Millionen Euro gefordert, so Peter Edlinger, Geschäftsführer von Stadtwerken und Saarbahn, am Donnerstag.Hintergrund, so Edlinger, sei eine Regelung im saarländischen Gesetz für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV).

Demnach erhalten nur Bahnen auf Eisenbahnstrecken Zuschüsse aus den Bundes-Geldern für regionalen Schienenverkehr. Straßenbahnen sind von der Förderung ausgeschlossen. Nun fährt die Saarbahn von Saargemünd bis Lebach-Jabach 27 Kilometer auf früheren Bahnstrecken. Dafür gebe es auskömmliche Zuschüsse. Für die 16 Kilometer mit Straßenbahntechnik gebe es aber "keinen Cent aus den Regionalisierungsmitteln". Das Defizit für die Strecke in Saarbrücken trage die Landeshauptstadt, aber für den Abschnitt zwischen Heinrichshaus und Walpershofen-Etzenhofen sucht die Saarbahn jetzt nach Adressaten, um Gelder zu fordern. Im Fokus steht Riegelsberg . Die Gemeinde profitiere stark von der Saarbahn und müsste ohne sie Busverkehre bezahlen, sagt Edlinger. Der Riegelsberger Bürgermeister Klaus Häusle (SPD ) weist die Forderung zurück: "Ich sehe das Land in der Verantwortung." Er fordert, das ÖPNV-Gesetz so zu ändern, dass die Saarbahn voll finanziert ist. Das wäre auch für Edlinger die einfachste Lösung. Bisher ist eine solche Gesetzesänderung aber nicht geplant.