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Saarlandpokal
Zum Abschied der Pokal-Hattrick?

Riegelsbergs Trainerin Sabine Stürmer könnte sich mit dem Sieg im Saarlandpokal verabschieden. Für den FC wäre es der dritte in Folge.
Riegelsbergs Trainerin Sabine Stürmer könnte sich mit dem Sieg im Saarlandpokal verabschieden. Für den FC wäre es der dritte in Folge. FOTO: Andreas Schlichter
Riegelsberg. Der 1. FC Riegelsberg trifft an Christi Himmelfahrt im Pokalfinale auf die DJK Saarwellingen. Für Sabine Stürmer ist es das letzte Spiel als FC-Trainerin. Ihre Nachfolgerin wird Melanie Klein. Von David Benedyczuk

Die Feierlichkeiten nach dem letzten Spieltag verliefen ausgelassen, wie Josef Galliano zugab. „Ich habe heute noch Kopfweh“, verriet der Leiter der Frauenfußball-Abteilung des 1. FC Riegelsberg. Er tat das trotz Brummschädel mit einem Lächeln auf den Lippen, nachdem Regionalligist Riegelsberg am Vortag den Klassenverbleib geschafft hatte. Die Mannschaft von Trainerin Sabine Stürmer verlor zwar das letzte Saisonspiel zuhause gegen Aufsteiger SV Holzbach mit 0:1. Doch die Ausbeute von 29 Punkten reichte letztlich zum sicheren Platz acht – weil dem punktgleichen 1. FC Saarbrücken II nach dem 5:0-Sieg gegen Schlusslicht SV Dirmingen zwei Tore in der Endabrechnung fehlten.


Die FCS-Reserve muss im Gegensatz zum 1. FC Riegelsberg um den klassenverbleib zittern. Das gilt umso mehr für die DJK Saarwellingen, die als Tabellenzehnter der erste Kandidat wäre, der je nach Entwicklung in den anderen Ligen neben den feststehenden Absteigern Dirmingen und SC Siegelbach ebenfalls absteigen müsste.

Die Voraussetzungen vor dem Saarlandpokal-Finale an diesem Donnerstag, 10. Mai, um 14 Uhr in Dirmingen, wo es zwischen Riegelsberg und Saarwellingen zur Neuauflage des Vorjahres-Endspiels kommt, könnten also kaum unterschiedlicher sein. Und sie sprechen ebenso für den 1. FC Riegelsberg wie der Blick in die jüngere Historie: Die FC-Fußballerinnen können an Christi Himmelfahrt zum dritten Mal in Folge Pokalsieger werden. Und nach 2014 zum vierten Mal in fünf Jahren triumphieren. Für Trainerin Stürmer wäre es der erste und zugleich letzte Erfolg mit dem 1. FC Riegelsberg. Denn die 40-Jährige wird ihr Amt nach einem Jahr wieder abgeben. Der zeitliche Aufwand sei ihr zu groß geworden, sie brauche eine Pause, erklärte Stürmer. Das Finale gegen Saarwellingen ist ihr letztes Spiel – umso mehr hofft sie auf einen schönen Abschied.

Stürmers Nachfolgerin als Trainerin würde zu gerne auf dem Spielfeld dazu beitragen. Wie im Vorjahr, als Melanie Klein mit dem Treffer zum 1:0 die Basis zum 2:0-Sieg gegen die DJK Saarwellingen legte. Die 35-Jährige betritt mit der Trainerrolle Neuland. Sie habe sich mit diesem Thema bis zuletzt gar nicht beschäftigt, sagte Klein. Erst als Stürmer nach Riegelsbergs Triumph beim Hallenmasters ihren baldigen Abschied angekündigt hatte und zunächst eine Lösung als Gespann im Gespräch war. Die hat sich dann jedoch zerschlagen. Klein bot daraufhin an, die Rolle auch alleine auszuüben. Weil sie noch keine Lizenz besitzt, wird Galliano als offizieller Trainer geführt.

Bevor Klein die erste Trainingseinheit leitet, hofft sie auf den Pokal-Hattrick: „Wir haben eine sehr gute Regionalliga-Saison gespielt. Der Pokalerfolg wäre ein krönender Abschluss. Außerdem ist es für mich bei meinem alten Verein Dirmingen, wo das Finale stattfindet, ein besonderes Spiel – quasi ein ,Finale dahemm‘.“



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