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Köllertalschule
Zu Besuch in der Köllertalschule

Püttlingen. Förderschule am Püttlinger Trimmtreff hatte zum Tag der offenen Tür geladen. Von Walter Faas

Die Köllertalschule kennt nicht jeder. Sie liegt hinter dem Püttlinger Trimmtreff. Auch mit ihrem Namenszusatz „Staatliche Förderschule körperliche und motorische Entwicklung“ kann mancher wenig anfangen. Wer sich öfter im autofreien  Wiesenpfädchen zwischen Püttlingen und Köllerbach aufhält, begegnet hier ihren Schülern. Rollstühle, Rollatoren, Gehstöcke signalisieren: Es handelt sich um körperbehinderte, teils auch mehrfach behinderte Schüler.


Wenn sie hier von ihren Lehrern, Betreuern und Helfern im Bundesfreiwilligendienst begleitet und geschoben werden, sind sie meist sehr fröhlich. Geht es doch zur allseits geliebten Büffelherde im Wiesenpfädchen, zum Bullen Shrek, seiner Herde, vor allem zum (mittlerweile groß gewordenen) Kälbchen Balu, dem die Kinder seinen Namen gegeben hatten.

Am Samstag bot die Schulleitung um ihren Rektor Christoph Mittmann einen Tag der offenen Tür an, um die Einrichtung der Bevölkerung, den Eltern der Schulneulinge, den Kollegen der Püttlinger Grundschulen und Kitas sowie weiteren Partnern beispielsweise aus der Gesundheitspflege näher zu bringen. 1962 in Saarbrücken gegründet, ist die Köllertalschule eine von zwei staatlichen Förderschulen für Kinder und Jugendliche mit dem Förderschwerpunkt „körperliche und motorische Entwicklung“ im Saarland. Seit 1984 ist sie am Standort Püttlingen (die zweite befindet sich in Homburg) für das Einzugsgebiet Regionalverband Saarbrücken sowie die Landkreise Saarlouis und Merzig. Heute besuchen 142 Schüler in 15 Klassen den Unterricht, schildern die stellvertretende Schulleiterinnen Annette Thiriot und Isabelle Schöneberger-Sauer beim Rundgang. In den kleinen Klassen mit jeweils acht bis elf Kindern ist ein „multiprofessionelles Team“ im Einsatz: Förderlehrer, Grund- und Hauptschullehrer, Sozialpädagogen, Erzieher, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Krankenschwestern und Freiwilligendienste. Dabei gehe es zum einen um die klassischen Unterrichtsfächer wie Deutsch, Mathematik und so fort, zum anderen aber um einen individuellen Förderplan für jedes einzelne Kind. Dieser beinhalte, bei Bedarf, auch allgemeine Fragen der täglichen Körperpflege, das Erlernen lebenspraktischer Fähigkeiten wie etwa die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel oder die Teilnahme am Straßenverkehr. Neben den „normalen“ Klassenräumen stehen der K-Schule auch weitere Funktionsräume wie Lehrküche, Werkräume, ein Bewegungsbad, ein Psychomotorikraum, eine kleine Sporthalle sowie auch das benachbarte Trimmtreffbad zur Verfügung. Einen größeren Anteil am Alltag der Schule nehmen auch Fragen der Therapie und der Pflege ein.

Weitere Informationen über die Köllertalschule in Püttlingen gibt es auf deren Internetseite.