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Halloween: Zombie-Alarm in der Köllertalhalle

Halloween : Zombie-Alarm in der Köllertalhalle

Halloween-Party der Elterninitiative: Die Besucherzahl hat sich mehr als verdoppelt, die neue Geisterbahn war eine große Attraktion.

Grelle Blitze zucken durch die Dunkelheit, dazu Kettengeklapper und schrille Schreie – wer am Montagabend an der Köllertalhalle in Walpershofen vorbeikam, dem konnte schon ganz schön bange werden. Und spätestens am Eingang zur Halle brauchten die Besucher dann ihren gesamten Mut, um an blutüberströmten Chirurgen des Schreckens, schaurigen Hexen und zahlreichen Untoten vorbeizukommen – letztere teilweise mit einem Beil mitten durch den Schädel.

„Blutige Finger“ oder „Mumie“, so lautete die Qual der Wahl bei Speisen und Getränken. Disco in der Gruft oder ein Besuch in der Geisterbahn, all das erwartete zudem die Jungen und Mädchen im Alter zwischen acht und 16 Jahren. Mittendrin Christian Beyfuß und Stefanie Hewener, die zusammen mit einem rund 45 Leute zählenden Team der Elterninitiative für ein kinderfreundlichen Riegelsberg (E.I.) dem Nachwuchs ein unvergessliches Halloween bereiten wollten.

Gerade mal acht Wochen vor der Veranstaltung, so Beyfuß, sei der Entschluss gefallen, dieses Jahr nach der Premiere 2016 noch eine Schippe draufzulegen. Seitdem hatte das Orgateam mächtig geackert. Der Lohn blieb nicht aus. Bereits zur Halbzeit des Abends hatte sich die Besucherzahl im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Und die kleinen und großen Gäste waren gleichermaßen voll des Lobes.

„Wir waren voriges Jahr schon einmal hier, aber ich muss sagen, die haben sich noch einmal mächtig gesteigert“, erklärte Thorsten Meyer aus Riegelsberg. Er war zusammen mit seinem neun Jahre alte Sohn Paul in die Halle gekommen und gleich zu einem riesengroßen Fan der Geisterbahn geworden. Vor der bildete sich den ganzen Abend über eine lange Warteschlange. Planung und Ausführung dieser neuen, rund 100 Quadratmeter großen Attraktion, die alle Gäste begeisterte, lag in Beyfuß’ Händen. Stellwände wurden aufgestellt, viele schwarze Vorhänge gespannt und mit viel Licht und hochmotivierten Live-Erschreckern ein täuschend echtes Geisterbahnfeeling geschaffen.

„Ich bin auch eine der ‚Erschreckerinnen’“, verriet Stefanie Hewener mit ihrer besorgniserregenden äußerst fahlen Gesichtsfarbe. Sie hatte sichtlich Spaß, den scheinbar gruselimmunen Nachwuchs zu erschrecken.

Mit seiner schauerlich schönen Gesichtsbemalung konnte der elf Jahre alte Marvin aus Köllerbach glatt beim Geisterbahn-Team mitthalten. Er war zum ersten Mal bei der Halloweenparty und absolut begeistert. Bei drei Kindern, sagte Johannes Behr aus Niedersalbach, komme er nicht um eine Halloween-Party herum. Doch er scheute sich nicht: Nach der abgespeckten Version mit der jüngsten Tochter ging es nun erneut zum Gruseln für die älteren Gäste in die Geisterbahn. Viele Eltern, nicht weniger gruselig zurechtgemacht, begleiteten die Kinder in den Schauerraum.

Eine lange Schlange wartete vor der Geisterbahn mit echtem Grusel-Personal, auch Mascha, Lea, Denny und Lukas hatten ihren Spaß. Foto: Carolin Merkel

„Wir haben festgestellt, dass sich die Eltern mehr erschrecken als ihre Kinder“, freute sich Beyfuß. Für alle Erwachsenen, die lieber in Ruhe ein alkoholfreies Getränk  – „als Eltern­initiative haben wir es uns auf die Fahne geschrieben, keinen Alkohol auszuschenken“, so Beyfuß  – genießen wollten, bot die Grufti-Lounge ein ansprechendes Ambiente.