Ein Wochenende mit Schaukämpfen : Walpershofen, das Mekka der Wrestler

Wrestling-Stars aus aller Welt gaben sich am Wochenende im Riegelsberger Ortsteil ein Stelldichein.

Bärenstarke Männer – und zunehmend auch Frauen –, Tätowierungen und Hardrock: Fertig ist die Wrestling-Veranstaltung. Ganz so einfach wie im Klischee ist es nicht. Zu Wrestling gehört nämlich viel mehr, davon konnten sich am Wochenende in dem zur Wrestling-Hochburg sich entwickelnden Riegelsberger Ortsteil Walpershofen wieder hunderte Fans und auch Neugierige überzeugen.

In den Köllertalhalle fand eine der größten internationalen Wrestling-Shows im Süden Deutschlands statt. Wrestling bedeutet zunächst Freistilringen und ist in seiner heutigen Ausprägung schon seit Ende des 19. Jahrhunderts vor allem in den Vereinigten Staaten, Mexiko und Japan bekannt.

Wrestling ist eine Mischung aus ausgeklügelter Show und hochkarätigem Sport. „Gut“ und „Böse“ treten im Ring immer wieder gegeneinander an, so die üblichen Kampfmuster. Und obwohl alles eine tolle Schau ist, kommt es immer wieder auch zu Blessuren, wie auch am Samstag, beim Aufeinandertreffen der Talente – noch vor der großen Show der Profis am Abend.

Als die Fighterinnen Jenna, Katharina, Vivian und Kara aufeinander losgingen, gab’s eine blutige Nase, Blut überall. Aber wie meinte Vivian am Ende: „Eine blutige Nase hält uns nicht auf. Hat ja auch gar nicht weh getan“.

Die Veranstalter vom Verein „Forever Wrestling“ in Walpershofen haben das Spektakel mal wieder klasse organisiert. Das Fan-Fest hatten WPWI (die größte deutsche Gemeinschaft von Wrestlingfans im Internet) und die Elterninitiative Riegelsberg auf die Beine gestellt. Hierzu gehörte auch die Talentshow an beiden Tagen, wo sich die Stars von morgen dem fachkundigen Publikum stellten.

Mit „Meet and Greet“ mit den Gaststars aus den USA, Puerto Rico, Kanada, Mexiko, Kroatien, Deutschland, Luxemburg, Schweiz, Ghana, Schottland, Mittlerer Osten und Großbritannien ging es am Abend weiter, vor ausverkaufter Halle versteht sich. Zum Beispiel mit Carlito, Chris Masters, Colt Cabana, Doug Wiliams oder Oliver Carter. Musikalisch besorgte „Suicide Sailor“ Hardrock vom Feinsten, ebenso wie die US-Band „Dog eat Dog“.

Am Sonntag gab es wieder ein Fan-Fest und eine Wrestling-Show mit regionalen Talenten. Im Anschluss gab es packende Kämpfe unter anderem mit den WWE-Ringern Melina, René Dupree, Colt Cabana und Grado, sowie Chris Masters und Hakeem Waqur.

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