„Wir ziehen in ein Paradies“

Der Awo-Kindergarten zieht aus seinen Räumen in der Buchschacher Straße im ehemaligen katholischen Kindergarten St. Josef in den Neubau des Kinder- und Familienzentrums in der Riegelsberger Ronnertswies.

"Ich freu‘ mich auf das schöne Außengelände", ruft Evgeni (5). "Und ich auf die neue Turnhalle", sagt Jonas (4). "Ich bin neugierig auf alles", meint Pauline (4), die selbst bald umziehen und dann ein gutes Stückchen näher an ihrem neuen Kindergarten wohnen wird. Bevor jedoch das Kinder- und Familienzentrum Ronnertswies (KiFaZ) der Arbeiterwohlfahrt bezogen werden kann, müssen die 60 Jungen und Mädchen ihre Sachen aus den Räumen des ehemaligen katholischen Kindergartens St. Josef in der Buchschacher Straße verstauen.

Mit Feuereifer packen Sebastian (5) und Marvin (5) ihre Spielsachen, Bücher und Aktenordner in die Umzugskisten. Die Erzieher Sebastian Kleist und Nina Weber helfen beherzt mit, achten darauf, dass alle Sachen der Zwergengruppe auch in die richtigen Kartons verstaut werden.

Seit Jahresanfang haben die Erzieherinnen und Erzieher des Awo-Kindergartens ihre 60 Schützlinge auf den Umzug vorbereitet. "Wir haben den Kleinen ein Bauzimmer und später ein Baustellenzimmer eingerichtet, damit sie über den Baufortschritt informiert waren", erklärt Leiterin Ursel Winkler. "Fotos von den Bauarbeiten und Besuche an der Baustelle im Sommer haben den Kleinen eine Vorstellung gegeben, wohin sie im Herbst umziehen." Für die letzten Tage haben die Kinder sogar einen Kalender angefertigt. "Für jeden Monatstag haben die Kinder einen Zettel an die Wand geklebt, der bis zum Tag des Umzugs mit einem Kreuzchen durchgestrichen wurde", erklärt Sebastian Kleist. Rund 100 Kisten haben Kinder und das zwölfköpfige Erzieherteam gepackt. Am Mittwochnachmittag helfen noch viele Eltern mit, am Donnerstagsmorgen fährt der Umzugswagen vor.

Die Kisten sind schnell verladen. Ursel Winkler und ihre Kollegen blicken mit einem weinenden Auge zurück und mit einem lachenden den neuen Räumen entgegen. "Irgendwie hatte das alte Haus ein besonderes Flair", meint Winkler. "Wir werden die Gemütlichkeit vermissen."

Das KiFaZ wird die Erzieher, Kinder und Eltern mit seinem durchdachten Raumkonzept, seiner Großzügigkeit, seiner modernen Ausstattung und vor allem mit seinem märchenhaften Außengelände wohl schnell für sich gewinnen. "Wir ziehen sozusagen in ein Modellprojekt für das Saarland ein", erklärt Martina Riedel, Koordinatorin für die Kindertagesstätten der Awo im Regionalverband Saarbrücken. "Das KiFaZ ist mehr als nur eine Kindertagesstätte. Neben den vier Gruppenräumen für Kinder ab dem Krippenalter bieten wir in unserem Raum für Soziales und Begegnung ein Beratungs- und Kommunikationsangebot für Familien." (Bericht dazu folgt)

Als am Freitag alles ausgepackt und eingeräumt war und die Erzieher sich mit der neuen Umgebung vertraut gemacht hatten, meinten alle übereinstimmend: "Wir sind in ein Paradies umgezogen."

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HintergrundDas KiFaZ öffnet am kommenden Montag offiziell seine Pforten. Die feierliche Einweihung ist auf den 16. November terminiert. Der ehemalige katholische Kindergarten in der Buchschacher Straße wird für weitere zwei Jahre von der Awo als Kindertagesstätte weiterbetrieben. Dort werden nach Sanierungsarbeiten ab 1. November eine Krippengruppe mit zehn Kindern und eine Tagesstättengruppe mit 20 Kindern beheimatet sein. Ab Januar gibt's zehn weitere Krippenplätze. mj