Wir sind Dorf!

Ortsvorsteher Werner Hund war völlig überrascht, als ihm der Juryleiter des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“, Dr. Sven Uhrhan, mitteilte, dass Walpershofen am Donnerstagabend zum Sieger im Regionalverband gekürt wurde. Eiweiler kam auf den dritten Platz.

"Beim 25. Wettbewerb ‚Unser Dorf hat Zukunft' setzte sich Walpershofen auf Landkreisebene gegen eine starke Konkurrenz durch", heißt es lapidar in der Pressemitteilung von Regionalverbandsdirektor Peter Gillo . Die 15 Mitglieder der Jury hatten wenige Stunden zuvor den Riegelsberger Ortsteil bereist und zahlreiche für den Sieg beim Wettbewerb offenbar wichtige Eindrücke gesammelt.

Walpershofen habe in allen Bewertungsbereichen auf den vorderen Plätzen überzeugt und in der Präsentation des Ortes eine ausgewogene auf zukunftsorientierte Entwicklung herausgearbeitet. Im Einzelnen wird hervorgehoben: Die Bürger des Dorfes zeigten ein hohes Maß an Eigeninitiative, der Ort sei bestens in die umgebende Landschaft eingebettet, und es gebe zahlreiche Arbeitsplätze durch nahe liegende Gewerbegebiete. Besonders wird erwähnt, dass die Einbindung von Flüchtlingen und Neubürgern in Walpershofen vorbildlich gelungen sei und dass die Ausbildungs- und Beschäftigungsförderungsgesellschaft (ABG) im Ort einen Pflanzgarten anlegen konnte.

Besondere Punkte gab es auch für die vor drei Jahren neu gestaltete Ortsmitte mit einem Spielplatz, der Kinder und Eltern aus der ganzen Umgebung anlockt. Abschließend heißt es: "Die Ausgewogenheit und durchgehend hohe Punktzahl in allen Kriterien hat letztlich den Ausschlage für den Gewinn des Wettbewerbs gegeben."

"Wir hatten uns seit Herbst auf die Begehung vorbereitet", schilderte Ortsvorsteher Werner Hund, der einerseits auch "trotz starker Konkurrenz ein gutes Gefühl" gehabt habe, dann aber doch überrascht gewesen war, als er die Nachricht vom Sieg erhalten hatte.

Wegen der Kürze des Besuches hatten sich die Kommissionsmitglieder bei der Besichtigung am Donnerstagnachmittag für die einzelnen Punkte nicht viel Zeit nehmen können.

Auf dem Besichtigungsprogramm standen natürlich die Ortsmitte und der Oweiher, zudem der Lehrgarten der ABG, das Feuerwehrgerätehaus, das Neubaugebiet am Steinbach und die Köllertalhalle mit Kelterhaus, des Weiteren die Flüchtlingsunterkunft in der Alten Schule und die Heimatstube des Heimatkundlichen Vereins am gleichen Ort.

Ebenso standen die Gewerbegebiete Mühlengarten und am Russenweg (auf dem Gelände der ehemaligen Betonsteinfabrik Schäfer) auf dem Besichtigungsprogramm der Jury.

Walpershofen hat sich mit dem Sieg auf Regionalverbandsebene für die Teilnahme am Landesentscheid im kommenden Jahr qualifiziert. Der zweite Köllertaler Teilnehmer, der Heusweiler Ortsteil Eiweiler, kam hinter Auersmacher auf den dritten Platz. Wie Sven Uhrhan der Saarbrücker Zeitung schilderte, war die Entscheidung denkbar knapp ausgefallen.

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