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Leserbriefe zu Windkraft, Straßenverkehr und Schwimmbad-Eintrittspreisen: Windräder mit Augenmaß bauen

Leserbriefe zu Windkraft, Straßenverkehr und Schwimmbad-Eintrittspreisen : Windräder mit Augenmaß bauen

Windkraftanlagen

So wichtig die Nutzung der Wind- energie zur Verbesserung des Klimaschutzes auch ist, so muss der Bau von Windkraftanlagen doch mit Augenmaß erfolgen und darf nicht zu Lasten der menschlichen Gesundheit, des Naturschutzes und der Erhaltung von wohnortnahen Erholungsräumen gehen.

Dies wäre aber sicherlich durch den Bau der Windparks Fröhn und Pfaffenkopf eingetreten. Das Aus für den Windpark Fröhn aus genehmigungsrechtlichen Gründen ist deshalb für alle, die von den genannten Belastungen betroffen wären, eine wesentliche Voraussetzung, Riegelsberg als lebenswerten Wohnort mit hohem Freizeitwert zu erhalten. Da meines Erachtens auch für den Windpark Pfaffenkopf entscheidende Genehmigungshindernisse vorhanden sind (unter anderem alter Baumbestand, Wohnbebauung unterhalb des geforderten Abstands, geringe Windhöffigkeit, problematische Zuwegung während der Bauphase), bleibt zu hoffen, dass das für die Genehmigung zuständige Landesamt   für Umwelt- und Arbeitsschutz nach Prüfung der erheblichen negativen Auswirkungen und der Schutzbedürftigkeit von Mensch und Natur dem Bau der geplanten Windräder seine Zustimmung verweigert.

Die SZ-Kolumne in der Wochenendausgabe befasste sich mit Regeln in verkehrsberuhigten Zonen. Eine wichtige Erklärung fehlte jedoch. Die Bekanntmachung der Gemeinde Riegelsberg behandelte nicht die besondere Regelung der Ausfahrt aus einer solchen Zone: die grundsätzliche Haltpflicht rechts vor links gilt nämlich nicht. Dies scheint vielen unbekannt zu sein. Wenn man sich als Ausfahrender an diese Regel hält, steht man häufig vor einem Problem. Der von links Kommende hält an:  Was soll man jetzt tun? Losfahren oder stur warten?

Nur weil der gemeine Deutsche nicht gleich auf die Straße rennt und gegen Preiserhöhungen demonstriert, muss man die jährlich steigenden Eintrittspreise gerade in Schwimmbädern nicht gutheißen oder diese durch steigende Ausgaben rechtfertigen. Ich kenne etliche Familien, die sich mittlerweile Schwimmbadbesuche nicht mehr leisten können und gerade Jahreskarten auch aufgrund der Wetterunbeständigkeiten meiden, was natürlich zu geringeren Einnahmen in den eh schon klammen städtischen Kassen führt. Und 4,20 Euro pro Person als angemessen zu bezeichnen, klingt wie Hohn in meinen Ohren!