Ortsrat Riegelsberg Weihnachtsmarkt : Wieder Zoff um Weihnachtsmarkt

Ortsrat Riegelsberg Weihnachtsmarkt : Wieder Zoff um Weihnachtsmarkt

Veranstaltung kehrt zurück auf den Riegelsberger Marktplatz. Linke kritisiert Termin und Feuershow.

Der Riegelsberger Weihnachtsmarkt findet am ersten Adventswochenende (2. und 3. Dezember) wieder auf dem Marktplatz statt. Das beschloss der Riegelsberger Ortsrat jetzt einstimmig. „Dieses Jahr steht der Marktplatz wieder in Gänze zur Verfügung, deshalb wurde in Vorgesprächen mit den Standbetreibern angeregt, auf den Marktplatz zurückzukehren“, sagte Ortsvorsteher Heiko Walter (CDU). Auf dem Rathausvorplatz sei es in den letzten Jahren zwar auch gemütlich gewesen, aber das Aufstellen der Buden habe sich dort recht schwierig gestaltet. Auf dem Marktplatz sollen die Buden nun um den Baum herum gruppiert werden und eine viel adventlichere Atmosphäre garantieren, so Walter. Das einzige Problem: Die Nutzung der Rathaustoilette fällt nun weg, es muss Ersatz gefunden werden. 17 Holzhäuschen stehen den Teilnehmern wieder zur Verfügung, das am schönsten dekorierte Häuschen wird prämiert. Im Programm vorgesehen ist eine Feuershow auf der Marktplatztreppe. Außerdem spielt das Blasorchester Riegelsberg, und es ist der Auftritt eines Kinder- und Jugendchores geplant. Darüber hinaus plant die Arbeiterwohlfahrt ein Gemeinschaftssingen mit den Festbesuchern. Selbstverständlich kommt auch wieder der Nikolaus. Kontrovers diskutiert wurde im Ortsrat über den Termin. Während CDU und SPD sich für das erste Adventswochenende aussprachen, plädierte Patricia Dillinger (Linke) für das dritte Adventswochenende: „Am ersten Adventswochenende konkurrieren wir mit Heusweiler und Saarbrücken, wo auch Weihnachtsmärkte stattfinden. Am dritten Adventswochenende wäre nur in Walpershofen ein Weihnachtsmarkt, aber ich denke, das gäbe dann einen Synergieeffekt.“ Durchsetzen konnte Dillinger sich mit ihrem Vorschlag aber nicht. Auch die Feuershow kritisierte sie: „Das ist kein Thema für uns, dass Geld innerhalb weniger Minuten verballert wird. Das kann man besser anders nutzen.“ Zudem war die Linke nicht damit einverstanden, dass die Verwaltung sich um die Programmgestaltung gekümmert hatte und der Ortsrat nicht eingebunden worden war. Die Pflege des Brauchtums sei laut KSVG eine Aufgabe des Ortsrates, betonte Dillinger. Dennis Detzler (CDU) sah das anders, es sei alles korrekt gelaufen sagte er. Weil Dillinger diese Kritik nicht zum ersten Mal vorbrachte, forderte Detzler sie auf: „Es bringt nichts, jedes Jahr zu sagen, das sei gegen das Gesetz. Dann soll die Linke halt die Kommunalaufsicht einschalten.“