Wer bezahlt, wenn die Gemeinde Riegelsberg den Rat zu Tisch bittet?

Riegelsberg. Der Partei Die Linke im Riegelsberger Gemeinderat scheint es ernst zu sein mit dem allgemein geforderten "Gürtel enger schnallen"

Riegelsberg. Der Partei Die Linke im Riegelsberger Gemeinderat scheint es ernst zu sein mit dem allgemein geforderten "Gürtel enger schnallen". Das machte jedenfalls Birgit Huonker bei der jüngsten Ratssitzung deutlich, als es um das traditionelle Jahresessen des Gemeinderates ging: "Die Linke wird die Kosten für das Essen selber tragen und nicht dafür Steuergelder ausgeben", sagte Huonker. Sie begründete den Entschluss ihrer Ratsfraktion damit, dass es unglaubwürdig sei, "über schmerzliche Einsparungen zu jammern, andererseits auf Kosten der Gemeinde essen zu gehen. Auch wenn es nur um 1000 Euro geht." Huonker weiter: "Jeder im Gemeinderat erhält eine Aufwandsentschädigung, keiner ist gezwungen worden, sein Mandat anzunehmen, jeder macht das freiwillig. Deshalb appelliere ich an die anderen Fraktionen, unserem guten Beispiel zu folgen." Das tat in der Ratssitzung jedoch niemand. Lediglich Hartmut Huber (FDP) signalisierte Gesprächsbereitschaft: "Jetzt sollten wir es noch einmal so laufen lassen wie bisher, aber in Zukunft sollten wir darüber nachdenken." Bürgermeister Klaus Häusle (SPD) erklärte: "Das Jahresessen ist aus Verwaltungssicht eine Anerkennung des ehrenamtlichen Engagements. Es ist eine Möglichkeit, sich einmal interfraktionell auszutauschen, und außerdem ist jedem im Restaurant freigestellt, die Rechnung selbst zu bezahlen." Was zum Jahresessen auf dem Speiseplan steht, wurde nicht verhandelt. dg

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