Wenn beim Gegner das Licht ausgeht

Walpershofen · Die Oberliga-Volleyballer des TV Walpershofen hämmern derzeit alles weg, was ihnen am Netz in die Quere kommt. Nach dem gelungenen Liga-Start greifen die "Dunkelmacher" am Sonntag in Saarwellingen nach dem Saarlandpokal.

Walpershofen. "Dunkelmacher" - ihr Name ist Programm. Wenn die Oberliga-Volleyballer des TV Walpershofen am Netz zum Schmetterschlag ausholen, gehen beim Gegner meist kurz darauf die Lichter aus. Dem selbst gewählten Kampfnamen machten die Spieler von Trainer Werner Schmidt am vergangenen Samstag wieder alle Ehre. Im ersten Oberliga-Spiel der Clubgeschichte siegte der Aufsteiger beim TV Bliesen II mit 3:0 - und legte einen Traumstart in die Saison hin.

Die Erfolgsgeschichte der früheren Durchschnitts-Mannschaft der Verbandsliga hat noch weitere Kapitel. Für Aufsehen sorgten Kapitän Marc Stürmer und Co. zuletzt im Saarlandpokal. Nachdem sie den favorisierten Regionalligisten SSG Schwarzenholz-Griesborn im Halbfinale mit 3:2 aus dem Weg geschmettert haben, wollen sie am kommenden Sonntag in der Sporthalle Saarwellingen zum großen Schlag ausholen. Um 15 Uhr trifft Walpershofen im Saarlandpokal-Finale auf den TV Quierschied.

Im Duell gegen den Verbandsligisten ist der Oberligist diesmal Favorit. "Ich höre das nicht gerne, doch faktisch ist das so. Für unseren Verein ist es aber auch das erste Pokal-Finale. Da spielen auch die Nerven und andere Dinge eine große Rolle", sagt Schmidt - und hebt warnend den Zeigefinger. Denn wie es enden kann, wenn ein Favorit einen vermeintlich schwächeren Gegner unterschätzt, war im Pokal-Halbfinale zu sehen. Schmidt, der die unterlegene SSG Schwarzenholz-Griesborn lange trainiert hatte, war vom Auftritt der besten saarländischen Volleyball-Mannschaft überrascht gewesen. "Die hatten gegen uns einen rabenschwarzen Tag erwischt. Und vielleicht waren einige der Leistungsträger gedanklich schon im Finale. Du musst eben jeden Gegner ernst nehmen", erklärt Schmidt.

Zwar haben seine "Dunkelmacher" den favorisierten "Monsterblockern" das Pokal-Licht ausgeknipst und Final-Gegner Quierschied in der vergangenen Verbandsliga-Saison zwei Mal klar besiegt. Doch ein Selbstläufer, warnt Schmidt, werde das Endspiel nicht. "Wir haben vielleicht den stärkeren Kader, doch der muss die volle Leistung abrufen, sonst wird das nichts", prophezeit er.

Vollgas geben - das fordert Schmidt auch in der ersten Oberliga-Saison der Clubgeschichte. Würde alles optimal laufen, sei ein Mittelfeldplatz drin, glaubt der Griesborner, der vor dem Finale in Saarwellingen ein gutes Bauchgefühl hat. Wenn seine Mannschaft in der Sporthalle am Schäferpfad ihrer Favoriten-Rolle gerecht wird, wäre sie in der nächsten Pokalrunde wieder Außenseiter. "Die Dunkelmacher kämpfen um den Südwestpokal. Das hört sich doch irgendwie nach einem Märchen an", sagt Schmidt schmunzelnd. "Die Dunkelmacher kämpfen

um den

Südwestpokal. Das hört sich doch irgendwie nach einem Märchen an."

Werner Schmidt, Trainer des

TV Walpershofen