| 20:45 Uhr

Ortsrat tagte
Saarbahn der bessere Weg-Pfleger?

Der Schwarze Weg am Köllerbach zwischen Walpershofen und Etzenhofen verdankt seinen Namen dem einst so hohen Bewuchs, der kaum Tageslicht durchließ. Auch jetzt grünt es wieder ordentlich zu beiden Seiten des beliebten Fuß- und Radweges. Der Walpershofer Ortsvorsteher Werner Hund verdeutlicht mit einem ausgeklappten Zweimeter-Stab die Breite des Schwarzen Weges, 100 Meter oberhalb der Kläranlage Walpershofen.
Der Schwarze Weg am Köllerbach zwischen Walpershofen und Etzenhofen verdankt seinen Namen dem einst so hohen Bewuchs, der kaum Tageslicht durchließ. Auch jetzt grünt es wieder ordentlich zu beiden Seiten des beliebten Fuß- und Radweges. Der Walpershofer Ortsvorsteher Werner Hund verdeutlicht mit einem ausgeklappten Zweimeter-Stab die Breite des Schwarzen Weges, 100 Meter oberhalb der Kläranlage Walpershofen.
Walpershofen. Der Walpershofer Ortsrat sieht qualitative Unterschiede bei der Grünpflege zu beiden Seiten des Schwarzen Wegs und fordert die Riegelsberger Verwaltung zum Handeln auf. Von Fredy Dittgen

Schon mehrfach hat sich der Walpershofer Ortsrat über den Zustand des Schwarzen Wegs beschwert, zuletzt im September 2016. Auch in der jüngsten Ortsratssitzung war dieser Weg wieder ein Thema. „Je weiter man nach hinten, Richtung Kläranlage kommt, umso mehr wuchert der Weg auf Seite des Saarbahndammes zu“, sagte SPD-Sprecher Wolfgang Heß.


Der Schwarze Weg ist Bestandteil des 21 Kilometer langen Köllertal-Radweges und beginnt in der Walpershofer Dorfmitte – unmittelbar neben dem Aufgang zur Saarbahnhaltestelle. Er endet an der Ortsgrenze zu Etzenhofen, kurz hinter der Kläranlage. Wenn nicht gerade eine Saarbahn vorbeifährt, ist lediglich das Plätschern des Köllerbachs zu hören, in dessen Wasser sich Enten und Fische tummeln und an dessen Ufer sich Vögel, Schmetterlinge, Libellen oder andere Insekten wohlfühlen. Seinen Namen bekam der Weg vor Jahrzehnten wegen seines ursprünglich sehr hohen und sehr dichten Bewuchses, der kaum Sonnenlicht durchließ.

Heß bemängelte, dass der Schwarze Weg lediglich auf der dem Köllerbach zugewandten Seite in einem gepflegten Zustand sei. Die Seite zum Saarbahndamm hin wirke vernachlässigt. Dies könne an den Besitzverhältnissen des Geländes entlang des Weges liegen, vermutete Heß. Denn ein schmaler Streifen vor dem Bahndamm sei in Gemeindebesitz, deshalb würde die Vegetation dort nicht von den Saarbahnleuten zurückgeschnitten, weil die Saarbahn GmbH nur Flächen pflegt, die in ihrem Besitz sind. „Das ist einerseits verständlich, wirkt andererseits aber ein bisschen kleingeistig“, kritisierte Heß.



Denn wenn die Saarbahnleute schon vor Ort seien, um die Vegetation am Hang zurück zu schneiden, dann könnten sie das kleinen Stückchen, das in Gemeindebesitz ist, ruhig auch noch mitmachen, so Heß. Aber das müsse die Gemeindeverwaltung regeln: „Ich glaube, dass man sich bei einem bisschen guten Willen einigen könnte. Die Gemeinde soll sich mit der Saarbahn ins Einvernehmen setzen oder die Gemeinde muss ihrer Pflicht nachkommen und den Weg frei schneiden.“

Dass Pflegemaßnahmen dringend notwendig seien, bestätigten auch andere Ortsratsmitglieder. Katja Simon (SPD): „Ich fahre diesen Weg jeden Tag, der ist so zugewuchert, dass zwei Fahrräder gar nicht mehr aneinander vorbei kommen.“ Und Ortsvorsteher Werner Hund (CDU) hatte festgestellt, dass es auch illegale Müllentsorgungen in den Hecken am Bahndamm gebe und dort auch jede Menge Totholz herumliege. Einstimmig fordert der Ortsrat die Verwaltung deshalb auf, den Schwarzen Weg wieder in einen ordentlichem Zustand zu bringen.

Die Sicht auf den Weg ist ja womöglich, je nach jahreszeitlicher Vegetation, unterschiedlich – am Dienstag konnte ein SZ-Mitarbeiter jedenfalls keine wirklich gravierenden Probleme durch mangelnden Rückschnitt feststellen.