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Entwicklungskonzept für Walpershofen: Walpershofen wird noch weiter aufgehübscht

Entwicklungskonzept für Walpershofen : Walpershofen wird noch weiter aufgehübscht

Ein neues Entwicklungskonzept sieht unter anderem einen neu gestalteten Festplatz und mehr Grün vor. Fördergeld gibt’s auch.

In einer Pressemitteilung hatte die CDU Walpershofen darauf hingewiesen, dass sie seit Jahren fordere, „die Schaffung einer echten Ortsmitte in den Blick zu nehmen, planerisch anzugehen und mit den Menschen im Ort zu erörtern.“ Dabei gehe es nicht nur um den Platz rund um das Kleinspielfeld, sondern man müsse „großräumig und zukunftsorientiert“ denken (SZ vom 2. Jul).

Wir baten Bürgermeister Klaus Häusle (SPD) einige Details zu erläutern, die in der Mitteilung unklar geblieben waren. So hatte es darin geheißen, dass mittlerweile ein „integriertes Stadtentwicklungskonzept“ (ISEK)“ für den Walpershofer Ortskern erstellt werde. Aber wer hat das beauftragt? Dazu Häusle: „Das war die Gemeinde durch Beschluss des Umwelt-, Bau-, Landwirtschafts- und Verkehrsausschusses vom 7. Mai diesen Jahres.“

Klaus Häusle Foto: Iris Maria Maurer

Und warum wird das Projekt erst jetzt angegangen, obwohl das Konzept, laut CDU, schon seit Jahren gefordert werde? Dazu Häusle: „Nachdem in den vergangenen Jahren in erster Linie, beziehungsweise ausschließlich, der Festplatz im Fokus stand, hat sich das Betrachtungsfeld nun auf die gesamte Ortsmitte erweitert. Dabei spielen natürlich die Fördermöglichkeiten eine wichtige Rolle.“ Sprich: Man braucht auch das nötige Geld für die Finanzierung. „Eine Förderung wäre bei der ausschließlichen Betrachtung des Festplatzes schwierig oder gar unmöglich gewesen“, erklärt Häusle. Nach mehreren Gesprächen sei es der Verwaltung aber gelungen, dass das zuständige Ministerium Walpershofen in das Städtebauprogramm „Zukunft Stadtgrün“ aufnimmt.

Voraussetzung für eine Bezuschussung der Maßnahme sei jedoch das besagte Erstellen des ISEK gewesen – wofür es übrigens auch Fördergelder gibt.

Ziel des vom Völklinger Büro Agsta Umwelt GmbH erstellten ISEK sei es, „unter aktiver Mitarbeit der Bürger, der Verwaltung und des Gemeinderates“ aufzuzeigen, in welche Richtung sich Walpershofen entwickeln könnte und sollte. Es gehe also letztlich um das Erstellen „eines langfristigen Fahrplans zur Stärkung der Gemeinde und zur Verbesserung der Infrastruktur und Beseitigung etwaiger Missstände“, konkretisiert der Riegelsberger Bürgermeister.

Das Programm „Zukunft Stadtgrün“ verfolge, laut einer Verwaltungsvereinbarung, mehrere Ziele. Unter anderem sollen der „öffentliche Raum“, das Wohnumfeld sowie Grün- und Freiflächen aufgewertet werden. Gebäude und die Infrastruktur des Planbereiches („Quartier“ genannt) sollen durch Anpflanzungen instand gesetzt, erweitert und modernisiert werden. Außerdem sollen auf unterschiedliche Arten nutzbare („multifunktionale“) Grün- und Freiflächen angelegt werden, die von ökologischer, sozialer und städtebaulicher Bedeutung sind.

Die Grün- und Freiflächen sollen auch miteinander „vernetzt“ werden. Und Grundstücke mit leer stehenden, „falsch“ oder wenig genutzten Gebäuden, sowie Brachflächen sollen aufgehübscht werden.

Die Kosten für das Umsetzen des Entwicklungskonzeptes tragen zu je einem Drittel Bund, Land und Gemeinde. Häusle betont ausdrücklich, dass die Pläne nicht nur auf dem Papier stehen, sondern auch umgesetzt werden: „Die Rahmenplanung ist Voraussetzung der Förderung.

Im Ergebnis werden konkrete Maßnahmen vorgeschlagen, deren Umsetzung dann gefördert wird. Es wird also mehr sein, als nur der Festplatz, der aber als erstes angegangen wird.“ Weitere Detailprojekte werden folgen.