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Walpershofen gehen 19 200 Lichter auf

Walpershofen gehen 19 200 Lichter auf

„Mehr Licht“ waren nicht nur die angeblich letzten Worte Goethes, es war auch eine Forderung des Ortsrates Walpershofen, die nun erfüllt wird: In eine Robinie in der Dorfmitte kommt nun eine spezielle Licht-Installation mit 19 200 Leuchtpunkten. Ein anderes Bedürfnis wird jedoch hintenan gestellt: Die Entscheidung über ein Toilettenhäuschen wurde vertagt.

Die Walpershofer Dorfmitte am Bach soll noch attraktiver werden. Geplant sind Toilettenanlagen, eine Bodenhülse für Maibäume oder Ähnliches sowie eine feste Weihnachtsbeleuchtung. Vorerst beschlossen wurde jedoch nur die Installation einer dauerhaften Beleuchtung, die auch bei Sommerfesten oder anderen Feiern in der Dunkelheit angeschaltet werden könnte. Dafür soll die Robinie am Spielplatz mit insgesamt 19 200 "Lichtpunkten" versehen werden. Dabei handelt es sich um eine Beleuchtung in LED-Technik, die etwa fünf bis sechs Jahre Lebenszeit hat und dann erneuert werden muss.

Rund 15 000 Euro kostet diese Beleuchtung. Der Ortsrat hätte zwar gerne eine bunte Lichterkette gehabt, doch wie Oskar Altmeyer vom Bauamt der Verwaltung in der Ortsratssitzung erklärte, ist der Auftrag an die Firma Osram ergangen, "und die liefert leider nur kalt-weiß oder gelblich", so Altmeyer.

Vertagt wurde der Bau einer Toilettenanlage im Bereich der Dorfbrücke. Altmeyer hatte drei mögliche Varianten vorgestellt: Eine aus drei Toiletten bestehende Containeranlage inklusive Wickelraum und Behinderten-WC, einen Toilettencontainer für Frauen und Männer sowie eine selbstreinigende Automatikanlage, bestehend aus nur einem Container, der jedoch behindertengerecht ausgestattet wäre. Die SPD-Fraktion hatte den Bau einer solchen Toilettenanlage angeregt. Der Spielplatz in der Dorfmitte sei so attraktiv, dass er täglich stark frequentiert wird und die Besucher sich in die Büsche schlagen müssten, um "ihr Geschäft" zu erledigen, so Wolfgang Heß (SPD ). Nicht nur aus Hygienegründen sei deshalb eine Toilettenanlage notwendig.

Doch die Kosten (bis 28 000 Euro Anschaffungskosten plus Reinigung- und Wartungskosten sowie Kosten für Tiefbauarbeiten) schrecken den Ortsrat noch ab. Außerdem benötigt man Personal, das die Schließanlage betreut. Und man fürchtet Vandalismus. "Das wäre schon eine super Sache, wenn es denn honoriert und geachtet und nicht zerstört würde. Und wenn es dann noch Leute geben würde, die bereit wären, die Anlage zu putzen - kostenlos -, das wäre dann natürlich die Ideallösung", sagte Ortsvorsteher Werner Hund (CDU ).

Ebenfalls vertagt wurde die Installation der Bodenhülse. Hier müssen noch diverse Fragen geklärt werden. Vor allem die Standortfrage. Am Spielplatz oder im Verkehrskreisel geht's nicht. Es wäre zu gefährlich, wenn dort ein Baum umstürzen würde. Auch in der Nähe der Saarbahnbrücke müssten Sicherheitsabstände eingehalten werden. Und am Köllerbach bestünde die Gefahr, dass die Bodenhülse verrostet.