Unkaputtbare Schlager vun de Saar

Riegelsberg. Kennen Sie Hagen Brandin? Hagen Port heißt er richtig. 1950 in Heusweiler geboren, lebt Brandin heute in Berlin, als Sänger und Entertainer, der "unkaputtbare" deutsche Oldies live singt, bei Galas, Firmenjubiläen, Hochzeiten, Geburtstagen und so fort.Beim mittlerweile 13

Riegelsberg. Kennen Sie Hagen Brandin? Hagen Port heißt er richtig. 1950 in Heusweiler geboren, lebt Brandin heute in Berlin, als Sänger und Entertainer, der "unkaputtbare" deutsche Oldies live singt, bei Galas, Firmenjubiläen, Hochzeiten, Geburtstagen und so fort.Beim mittlerweile 13. Schlagerbummel der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) Riegelsberg war Brandin so etwas wie der Stargast aus der Ferne. Denn Johannes Müller, mit Armin Schwambach Schlagerexperte, hat Brandin in der Hauptstadt besucht, Autogrammkarten gesammelt und mit dem Lebenskünstler über Vergangenes geplaudert.

"Schon zur Schulzeit machte Hagen im häuslichen Keller mit Freunden Musik. Er schloss sich einer Band an, die den Namen The Vibrations trug. Hauptberuflich war er bei Hettlage in Saarbrücken ein gefragter 'Schauwerbegestalter', oder wie man bei uns sagt: Dekorateur", wusste Müller am Montag beim Schlagerbummel. Und: "In der Mittagspause nahm Hagen Brandin an Nachwuchswettbewerben der Saarbrücker Lokale Starlight und Gaslight teil, die er meistens gewann. Zu dieser Zeit spielte er in der Saarbrücker Band Non plus Ultra, in der auch Günther Lackes und Helmut Altmeyer von der heutigen Gruppe Blackbirds mitspielten."

Brandin machte Karriere, als Schlagersänger. Natürlich hatten Müller und Schwambach etliche seiner originalen Schallplatten dabei und legten prompt seinen Erfolgstitel "Danny, wach' auf - Denn niemals schläft der Wind" auf.

Schwer zu sagen, was die Faszination des Riegelsberger Schlagerbummels ausmacht. Schwambach & Müller arbeiten mit minimalem technischen Aufwand. Sie plaudern kenntnisreich über die Musik, die sie im Original vorstellen, reichen Plattenhüllen "mit Patina" herum, beantworten Besucherfragen und zaubern auf diese Weise ein musikalisches Menü herbei, das ankommt, schmeckt und Laune macht auf den nächsten Schlagerbummel im Frühjahr 2012.

Dieses Mal stand rein Saarländisches auf dem Programm der beiden Schlagerexperten. Zum Thema Saar-Schlager-Geschichte kamen Tophits wie "Rocky" von Frank Farian, "Zuerst kam die Sonne" von Michael Morgan, Ingrid Peters' "Komm doch mal rüber" auf den Plattenteller, aber auch Mundartliches wie "Die Leit vun de Saar" mit einer Gruppe namens Globetrotter, Wolfgang de Benkis fetziges "Do druff" oder "Kumm isch heit nit" des unvergessenen Radiomoderators Peter Maronde.

Autogrammkarte von Hagen Brandin. Foto: Brandin.

Natürlich fehlte auch Nicoles Grand-Prix-Lied "Ein bisschen Frieden" nicht, und bei Anne Karins Gassenhauser "Mir hann gespilld, am liebschde nur im Dregg" summten die Besucher die Melodie "äänfach" mit.