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Jahresrückblick Köllertal 2
Ungeliebter Straßen-, ersehnter Häuserbau

Spatenstich am Dienstag, 22. August, auf dem Senftenberger Platz in Püttlingen. Hier entsteht ein neues großes Wohn- und Geschäftshaus mit Drogeriemarkt.
Spatenstich am Dienstag, 22. August, auf dem Senftenberger Platz in Püttlingen. Hier entsteht ein neues großes Wohn- und Geschäftshaus mit Drogeriemarkt. FOTO: Andreas Engel
Köllertal. Köllertalstraße, Barbarahalle, Marktplatz, Feuerwache, Drogerie, Kita: große Bauprojekte aller Orten.

Auch bewegte Erde bewegt den Bürger – sprich: Bauprojekte. Eine ganze Reihe von Straßenbaumaßnahmen brachten dieses Jahr im Köllertal Autofahrer und Anwohner zum Seufzen. Das unstrittig größte dieser Projekte besteht aus den umfangreichen Leitungs- und Sanierungsarbeiten in der Köllertalstraße (L136) zwischen Stadtmitte Püttlingen und Ortseingang Köllerbach: Die Hauptverkehrsachse war am Montag, 21. August, gesperrt worden. Lange hatten Stadtverwaltung und Stadträte im Vorfeld überlegt, wie man das ungeliebte aber notwendige Projekt mit der geringsten Belastung realisieren kann. Zunächst hakte es, weil die Arbeiten nicht, wie zunächst geplant, in den verkehrsarmen Sommerferien sondern erst danach starteten. Doch unterm Strich scheint es, als sei das „kleinste Übel“ tatsächlich gefunden worden: Die Umleitungen funktionieren den Umständen entsprechend recht gut, und im Winter – seit 30. November – gibt es eine Baupause. Je nach Witterung geht’s dann im Februar weiter und die Straße wird erneut gesperrt. Die Arbeiten selbst liegen bisher im Plan.


Nicht so ganz nach Plan lief die Neugestaltung des Riegelsberger Marktplatzes. Aber dann war’s geschafft: Am 1. April hatte es bereits das Richtfest für den markanten „Stadtbalkon“ gegeben, am Samstag, 29. April, folgte die Feier mit Illuminations-Show, Stelzentheater und kirchlichem Segen – 29 Monate nach dem „Anbaggern“ am 29. November 2014. Letztlich hatte der Umbau etwas mehr als zwei Millionen Euro gekostet. Auch die Gastronomie im „Stadtbalkon“ mit seiner originellen Form hat inzwischen den Betrieb aufgenommen.

Ärger gab es allerdings in der Marienstraße unterhalb des Marktplatzes: Da bei den Straßenarbeiten die falschen Betonsteine verlegt worden waren, durch die es schon bald wieder erste Schäden auf der Fahrbahn gegeben hatte, musste die Straße – ab 7. August – ein zweites Mal teilgesperrt werden, obwohl die „alten“ Steine erst 2015 verlegt worden waren – die Geschäftsleute vor Ort waren nicht amüsiert. Im November dann wurde die nun fertige Straße erneut komplett freigegeben. Für Befremden sorgten auch „Stolperstufen“ und ein Treppengeländer auf dem Marktplatz, das so eng an einem Laternenmast vorbeiführt, dass ein Sehgeschädigter Gefahr läuft, gegen den Mast zu knallen.

Zwei große kommunale Bauprojekte sind unterdessen – nach Verzögerungen – in Heusweiler angelaufen: Die Neugestaltung des Barbarahallen-Komplexes mit Kindergarten und neuen Räumen für die Feuerwehr, und ebenso die neue zentrale Feuerwache neben der Einmündung der Hirteler Straße in die Bundesstraße 268. Der Kindergartenum- und anbau an der Barbarahalle startete bereits, mit dem ersten Bauabschnitt, in den Sommerferien, unter anderem mit dem Ziel, die Kita um eine Kindergarten- und eine Krippen-Gruppe zu erweitern. Nächstes Jahr folgt der Umbau der Barbarahalle selbst und der Anbau eines neuen Feuerwehrgerätehauses für die Löschbezirke Kutzhof und Numborn. Das ganze Projekt soll etwa 2,7 Millionen Euro kosten.

Am Mittwoch, 26. Juli, war der erste Spatenstich für die neue Feuerwache in Hirtel erfolgt. Dort werden dann, nach etwa eineinhalb Jahren Bauzeit, die bisherigen Löschbezirke Heusweiler, Eiweiler und Hirtel zusammengefasst. Einschließlich Grundstückkauf und Planung kostet das neue Gebäude etwa 3,2 Millionen Euro, 1,35 Millionen Euro davon kommen aus der Landeskasse.



Wie in Heusweiler hatte es auch bei einem größeren Püttlinger Projekt Verzögerungen gegeben, doch am Dienstag, 22. August, war es mit dem Spatenstich angelaufen: Nachdem sich die Bebauung des Senftenberger Platzes, erst wegen langwieriger Grundstücksverhandlungen, dann wegen des Rückzugs eines Investors, hinausgezögert hatte, war schließlich mit der „Pro Areal/Maro Bau Wadgassen“ ein neuer Investor eingesprungen. Bürgermeister Martin Speicher erhofft sich: „Das neue Wohn- und Geschäftshaus mit integriertem DM-Markt wird zusätzliche Bewegung und Kaufkraft in die Stadtmitte von Püttlingen bringen.“ Als Gesamtbauzeit für das Fünf-Millionen-Euro-Projekt sind etwa zwei Jahre angesetzt, der neue DM-Markt könnte schon, wenn alles gut läuft, gegen Ende 2018 öffnen. Und bereits im April berichteten wir von der Baustelle neben der Köllerbacher Kyllbergschule: Dort entsteht für rund 3,75 Millionen Euro eine neue Kindertagesstätte, die – etwas verspätet – im Februar den Betrieb aufnehmen soll.

(mr)