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Undiszipliniertheiten und Verletzungssorgen

Abwehrchef Benny Groh (grün-weißes Trikot) ist einer von zahlreichen Verletzten, die dem SC Großrosseln fehlen. Foto: Hartung
Abwehrchef Benny Groh (grün-weißes Trikot) ist einer von zahlreichen Verletzten, die dem SC Großrosseln fehlen. Foto: Hartung FOTO: Hartung
Riegelsberg. Den Saisonauftakt haben sich die drei Vereine anders vorgestellt: Nach drei Spieltagen in der Verbandsliga stehen sowohl der 1. FC Riegelsberg als auch der SC Großrosseln und der SV Karlsbrunn mit einem Punkt dar. Mirko Reuther

Die Clubs aus der Region haben den Start in die Saison der Fußball-Verbandsliga Südwest vermasselt. Erst jeweils ein Punkt steht nach drei Spieltagen für den 1. FC Riegelsberg, den SC Großrosseln und den SV Karlsbrunn zu Buche.


"Frustriert bin ich nicht. Aber es ist bitter, wenn dein taktisches System jedes Mal nach zehn Minuten über den Haufen geworfen werden muss", sagt Riegelsbergs Trainer Axel Kleinefeld. Seine Mannschaft verlor nach dem 1:1 im Auftaktspiel beim SC Großrosseln gegen den FV Schwalbach (0:3) und die SG Perl-Besch (0:4). Bei beiden Niederlagen geriet sie durch frühe Tore nach Fehlern auf die Verliererstraße.

Eine Bewährungschance



Ein Erfolgserlebnis in der Partie heute um 19 Uhr gegen die SG Rehlingen-Fremersdorf sei "immens wichtig", erklärt Kleinefeld. Der 45-Jährige ist optimistisch: "Unser Altersschnitt liegt bei 23 Jahren, da kann eben nicht alles wie geplant laufen. Unser Ziel bleibt ein Platz im Tabellenmittelfeld - das ist nach wie vor realistisch." Ungehalten reagiert Kleinefeld darauf, dass zwei seiner Spieler in der Partie gegen Perl-Besch die Rote Karte kassierten: "Es gibt eine Bewährungschance, aber ich habe deutlich gemacht, dass ich solche Undiszipliniertheiten nicht akzeptiere."

Beim SC Großrosseln ist die Stimmung nach Niederlagen gegen den FC Reimsbach (0:2) und gegen die FSG Bous (2:3) getrübt. Großrosseln führte in allen drei Saisonspielen mit 1:0 - brachte den Sieg nicht über die Zeit. "Das ist eine Kopfsache. Die Angst davor, einen Fehler zu machen, lähmt die Jungs ein wenig. Und dann passiert der Fehler erst recht", sagt Trainer Alexander Stamm.

Den SC Großrosseln plagen Verletzungssorgen. Torjäger Michael Eiloff, Flügelspieler Yannick Scherer, Abwehchef Benny Groh und Tim Kiefer fehlen. Zudem fällt mit Tobias Welz und Sebastian Spang das defensive Mittelfeld aus. "Das kann aber keine Ausrede dafür sein, dass wir erst einen Punkt haben", sagt Stamm. Er stellt vor der Partie am kommenden Sonntag um 15 Uhr bei Spitzenreiter FSV Hemmersdorf fest: "Partystimmung herrscht bei uns nicht. Aber mit dem Arbeitseifer der Mannschaft bin ich 100 Prozent zufrieden. In den kommenden Wochen müssen wir aber endlich liefern."

Mit noch größeren personellen Sorgen als der SC Großrosseln hat der SV Karlsbrunn zu kämpfen. Sowohl beim Auftakt gegen den FC Reimsbach (0:0), als auch bei den Niederlagen gegen die FSG Bous (0:4) und den FSV Hemmersdorf (0:3) saß kein Feldspieler auf der Ersatzbank. Als in der Partie gegen Hemmersdorf SV-Spieler Yannik Strutt verletzt ausgewechselt werden musste, musste Ersatztorwart Hendrik Müller als Feldspieler ran.

Warten auf erstes Saisontor

Ein Stürmer fehlte dem SV Karlsbrunn bislang komplett. Die Folge: Der SV wartet auf seinen ersten Saisontreffer. Vor dem Spiel am kommenden Sonntag um 15 Uhr beim SV Wahlen-Niederlosheim hat sich die Situation aber etwas entspannt. "Einige Urlauber und Verletzte sind zurück, am vergangenen Dienstag waren wieder 15 Mann im Training. Es sieht so aus, als hätte ich am Sonntag zum ersten Mal einige Optionen", berichtet Karlsbrunns Spielertrainer Manuel Haag. Er fordert: "Wir müssen alles, was bisher war, abhaken. Für uns geht die Saison jetzt erst richtig los."