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Und jetzt? - Großes Schweigen zu Bauprojekt am Stumpen in Riegelsberg

Bauprojekt nur verzögert oder geplatzt? : Riegelsberg: Großes Schweigen zu Investitionen am Stumpen

Im Mai 2019, kurz vor der Bürgermeisterwahl, hatte Bürgermeister Klaus Häusle (SPD) ein Neubauprojekt am Stumpen im nördlichen Riegelsberg angekündigt – als Initialzündung zur Wiederbelebung des Nebenzentrums.

Er schilderte damals, dass das leerstehende Wohnhaus mit Anbau Ecke Saarbrücker Straße/Walpershofer Straße abgerissen und einem Neubau Platz machen solle. Im Erdgeschoss sollten Geschäfte entstehen, darüber Wohnungen und ein Penthouse-Appartement.

Vier Millionen Euro sollte das Projekt kosten. Die Abrissarbeiten wurden für Herbst 2019 angekündigt. Danach sollte der Neubau hochgezogen werden. Zwei junge Investoren waren als Bauherren angekündigt, Namen wurden aber nicht genannt, weil sie, laut Häusle, noch nicht an die Öffentlichkeit treten wollten. Passiert ist bis jetzt noch gar nichts. Im Gegenteil, auf Nachfrage hüllen sich alle in Schweigen. Bürgermeister Häusle war zur Zeit unserer Nachfrage in Urlaub. Sein Stellvertreter, der 1. Beigeordnete Benjamin Schmidt (CDU), bestätigte den Eingang der Anfrage und kündigte an, dass Häusle sie nach seinem Urlaub beantworten werde. Die Antwort steht noch aus.

Inzwischen hat die SZ erfahren, dass es sich bei den Investoren um Jan und Moritz Loes von der Heusweiler Holzbau- und Bedachungs-GmbH handelt. Gemeinsam mit Architekt Tassilo Luft hatten sie ihr Projekt am 13. Januar im Riegelsberger Bauausschuss vorgestellt. Unter anderem wurde gesagt, dass vier Geschäfte ins Erdgeschoss einziehen sollen und darüber 23 Wohnungen geplant seien. Zudem sollte das Gebäude einer Bäckerei in der Walpershofer Straße angekauft und abgerissen werden, um Platz für eine Zufahrt zu schaffen. Deshalb fragten wir auch bei der Loes Holzbau- und Bedachungs-GmbH nach dem Stand der Planungen. Geschäftsführer Moritz Loes antwortete allerdings: „Leider können wir Ihnen hierzu keine Angaben machen und bitten darum, Fehlinformationen in Zusammenhang mit uns und dem geplanten Bauvorhaben zu vermeiden.“ Eine Nachfrage, weshalb – trotz Vorstellung im Bauausschuss – von „Fehlinformationen“ die Rede ist, blieb unbeantwortet.