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Um gute Ideen ist Monika Rommel nie verlegen

Um gute Ideen ist Monika Rommel nie verlegen

Riegelsberg. Monika Rommel ist die einzige Ortsvorsteherin im Köllertal. Doch die 59-jährige Sachbearbeiterin im saarländischen Sozialministerium weiß sich in der Männerdomäne Kommunalpolitik zu behaupten

Riegelsberg. Monika Rommel ist die einzige Ortsvorsteherin im Köllertal. Doch die 59-jährige Sachbearbeiterin im saarländischen Sozialministerium weiß sich in der Männerdomäne Kommunalpolitik zu behaupten. 1988 schloss sich die gebürtige Riegelsbergerin der SPD an, war im Ortsverband Geschäftsführerin, Seniorenbeauftragte, Internetbeauftragte und fast 20 Jahre lang Vorsitzende der AsF (Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen). Seit 1994 gehört sie dem Gemeinderat an, 2004 wurde sie erstmals zur Ortsvorsteherin gewählt und 2009 bestätigt. Monika Rommel lebt gern in Riegelsberg. Ihr gefallen vor allem die Nähe zu Saarbrücken, die guten Verkehrsanbindungen und das Vereinsleben.Und sie ist stolz darauf, dass sie etwas dazu beitragen konnte, dass Riegelsberg ein attraktiver Wohnort bleibt. So darf sich Monika Rommel auf die Fahne schreiben, die Kirmes vor dem Aus gerettet zu haben. "Die Verwaltung wollte die Kirmes abschaffen, weil sie nicht mehr attraktiv war. Ich habe mir vor sechs Jahren Steffi Bläs und Annerose Nill vom Ordnungsamt gegriffen und vorgeschlagen, anlässlich der Frühkirmes einen Frühlingsmarkt und bei der Spätkirmes einen Herbstmarkt zu organisieren. Seitdem lebt die Kirmes wieder", sagt Rommel.

Auch den Weihnachtsmarkt habe sie gerettet. Sie verlegte ihn vors Rathaus, organisierte einheitliche, schmucke Holzbuden - seitdem floriert der Weihnachtsmarkt. Monika Rommel ist um gute Ideen nie verlegen. So hat sie den Bau eines Fitnessparcours für Generationen angeregt. "Das Geld ist jetzt bewilligt. Der Fitnessparcours wird neben dem Spielplatz am Sportplatz gebaut und ist eine wunderbare Ergänzung zu Sportplatz, Schwimmbad und Wassertretbecken", meint Rommel, die noch viel mehr im Sinn hat. So möchte sie das Gelände um den Hindenburgturm aufwerten, "denn das wäre wunderbar für Feste geeignet." Sie will den Kneippverein unterstützen, damit der Bau eines Barfußpfades am Wassertretbecken realisiert wird, sie hätte gern ein Heimatmuseum im Ort.

Und sie möchte das Projekt "Stolpersteine" verwirklichen, mit dem der Künstler Gunter Demnig an das Schicksal der Menschen erinnert, die im Nationalsozialismus ermordet wurden. "Auch in Riegelsberg lebten Juden, die vertrieben wurden oder ins KZ kamen. Dort wo sie wohnten, würde ich gern Stolpersteine anbringen. Aber das ist ein Thema, das sehr gut vorbereitet und sensibel angegangen werden muss", sagt Rommel.

Obwohl sie viel Stress hat, bewahrt sich Monika Rommel Freiräume, in denen sie abschalten kann. So im Urlaub, den sie gern im Ausland verbringt, aber auch bei ihren Internetkontakten mit Enkeltochter Charlotte im fernen Brandenburg, beim samstäglichen Familienmittagessen oder bei den Heimspielen des 1. FC Riegelsberg.