Tempo 30 in Riegelsberg-Süd?

Südumgehung und kein Ende: Solange die Verkehrs-Entlastung von Riegelsberg-Süd nicht kommt, möchte die CDU, in Ergänzung eines SPD-Vorschlags zu Geschwindigkeitsmessungen, auch „Tempo 30“ in Hixberger- und Wolfskaulstraße.

Wie die SPD , so fordert auch die Riegelsberger CDU die Gemeindeverwaltung auf, konkrete Maßnahmen zur Geschwindigkeitsreduzierung und zur Entlastung der Anwohner im Bereich Hixberger- und Wolfskaulstraße anzuordnen. Diese beiden Straßen sind seit vielen Jahren enorm vom Durchgangsverkehr belastet und müssen jeden Tag rund 20 000 Kraftfahrzeuge verkraften. Neben verstärkten Geschwindigkeitskontrollen, wie sie auch die SPD fordert (SZ vom 10. Januar), würde die CDU gern noch weitere Maßnahmen sehen: Viele Anwohner, so der CDU-Ortsvereinsvorsitzende Dennis Detzler, hätten darauf aufmerksam gemacht, dass gerade in den Abendstunden und an Wochenenden viel zu schnell gefahren werde. Detzler: "Neben der enormen Lärmbelastung durch zu schnell fahrende Lkws kommt es durch die unangepasste Fahrweise für Fußgänger immer wieder zu brenzligen Situationen." Deshalb wolle man, dass auch mobile Geschwindigkeitstafeln aufgestellt werden, die den Autofahrern zeigen, wie schnell sie gerade unterwegs sind.

"Die Gemeinde verfügt schon über zwei solcher LED-Geschwindigkeitstafeln. Nach unserer Meinung sollten weitere angeschafft werden. Neuere Tafeln sind zudem in der Lage, die Anzahl der Fahrzeuge und die gefahrene Geschwindigkeit zu dokumentieren. So könnte man sich nach einiger Zeit ein objektives Bild davon machen, wie viel Verkehr den Bereich der Wolfskaul- und Hixberger Straße belastet oder ob an anderen Stellen in Riegelsberg , beispielsweise vor Schulen und Kindergärten, vermehrt gerast wird", sagt Detzler. So regt die CDU bei der Verwaltung eine Prüfung an, welche Maßnahmen sinnvoll und umsetzbar sind. "Bewusst wollen wir erst einmal auf das Aufstellen von festinstallierten Blitzern verzichten. Wir appellieren an die Autofahrer und ihr Gewissen, dass sie sich an die angegebenen Geschwindigkeitsgrenzen, auch nachts und am Wochenende, halten", so Detzler.

Darüber hinaus müsse - wie in anderen Kommunen - auch für Durchgangsstraßen wie Hixberger- und Wolfskaulstraße Tempo 30 angeordnet werden (es handelt sich hier allerdings nicht um Gemeinde- sondern um Landstraßen - L 270 und L 239 -, Tempo 30 müsste also vom Regionalverband angeordnet werden). Dies gelte in der Wolfskaulstraße derzeit nur im Bereich Pflugscheidschule. Doch dort werde die Tempo-30-Anordnung nach Auffassung der CDU "verwässert", weil die Tempo-30-Schilder während der Ferienzeiten abgedeckt werden. "Das ist das falsche Signal", kritisiert Detzler. Und auch wenn jetzt verkündet worden sei, dass Unterlagen zur Planfeststellung für die Südumgehung zusammengetragen werden, sei die Zeit des Abwartens vorbei: "Über 40 Jahre fromme Wünsche und Absichtserklärungen sind genug. Jetzt muss endlich gehandelt werden, und von der Gemeinde müssen eigene Maßnahmen zur Entlastung ergriffen werden."