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Streit um Kita-Neubau in Riegelsberg

Anwohner wollen Projekt stoppen : Kita-Neubau stößt auf Protest

Am Montagabend könnte es eng werden im Riegelsberger Rathaussaal. Wenn der Gemeinderat ab 18 Uhr tagt und aller Voraussicht nach mehrheitlich für einen Kita-Neubau im Gisorsviertel stimmt, werden auch zahlreiche Gegner dieses Projekts zugegen sein.

Das jedenfalls hat Jürgen Claeßen angekündigt, der den Widerstand im Gisorsviertel anführt. Bei ihrer Argumentation zeigen sich die Anwohner flexibel. Zunächst stand der Erhalt der Natur im Mittelpunkt. Der Bolzplatz auf dem Gelände, das für den Kita-Neubau in Frage kommt, müsse bleiben. Ferner ging es um schützenswerte Bäume, brütende Vögel und Fledermäuse.

Gemeinderatsmitglied Hans Jürgen Marowsky (Grüne) entkräftete in der Saarbrücker Zeitung diese Punkte. Nun sprechen die Projektgegner von einem aufgeschütteten, instabilen Gelände, das nur mit Pfahlfundamenten sicher bebaut werden könne. Und das sei sehr teuer. Zudem verweisen sie auf ein deutlich steigendes Verkehrsaufkommen, sollte der Kita-Neubau Wirklichkeit werden. Das Gisorsviertel stünde kurz vor einem Kollaps und verdiene die Bezeichnung Wohngebiet nicht mehr.

Wir wissen nicht, was als nächstes kommt. Vielleicht, dass Immobilien in Kita-Nähe an Wert verlieren. Vielleicht, dass Kinder lärmen. Oder ist das der wahre Grund, der sich hinter dem Protest verbirgt?