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Stolpersteine stoßen auf Resonanz

Historische Akten, wie diese Abmeldebescheinigung der Familie Neumark aus der Talstraße (Einträge rot umrandet), helfen bei der Recherche zum Schicksal jüdischer Bürger in Riegelsberg. Foto: M. Jungfleisch
Historische Akten, wie diese Abmeldebescheinigung der Familie Neumark aus der Talstraße (Einträge rot umrandet), helfen bei der Recherche zum Schicksal jüdischer Bürger in Riegelsberg. Foto: M. Jungfleisch FOTO: M. Jungfleisch
Riegelsberg. Das „Aktionsbündnis Stolpersteine für Riegelsberg“ informiert am Donnerstag im Rathaussaal über die Planungen zur Verlegung der ersten Gedenksteine. red

"Mit solch einer Resonanz hätten wir nicht gerechnet", erklärte Volker Junge, Sprecher des "Aktionsbündnisses Stolpersteine für Riegelsberg ", das er zusammen mit einer Reihe Riegelsberger Bürger im November ins Leben gerufen hatte. "Seit unserer Gründung haben wir zahlreiche Anrufe und Briefe erhalten, in denen uns Bürger weitere Informationen über jüdische Mitbürger in Riegelsberg haben zukommen lassen."

Ziel des Aktionsbündnisses ist es, das Gedenken an die jüdischen Mitbürger wachzuhalten, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. An ihre Schicksale sollen so genannte "Stolpersteine" erinnern, die an ihrem zuletzt freigewählten Wohnsitz im Bürgersteig eingelassen werden. Junge: "Große Unterstützung haben wir durch den evangelischen Pfarrer, Dr. Tobias Kaspari, Bürgermeister Klaus Häusle und den Riegelsberger Ortsvorsteher Heiko Walter erfahren, die uns auf vielfältige Weise unter die Arme greifen." Und auch die Finanzierung sei, dank vieler kleiner und großer Spenden gesichert.

Erster Termin: 20. April

Die ersten Stolpersteine werden am Montag, 20. April, ab 11.30 Uhr in der Talstraße, in der Invalidenstraße und in der Kirchstraße verlegt. Der Kölner Künstler Gunter Demnig , der das künstlerische Projekt "Stolpersteine" 1990 initiiert hat, wird ebenfalls anwesend sein.

Über die Vorbereitungen für die Feiern rund um die Verlegung der Stolpersteine sowie über weitere Rechercheergebnisse informiert das Aktionsbündnis am Donnerstag, 12. März, 18 Uhr, im Rathausfestsaal in Riegelsberg . Die Völklinger Historikerin Katharina Klasen, die sich dem Aktionsbündnis angeschlossen hat, stellt die von ihr geschaffene Webseite für die "Stolpersteine in Riegelsberg " vor.