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| 20:32 Uhr

Stationen eines Sängerlebens
Stationen eines langen Sängerlebens

Walpershofen. Bei seiner so genannten „Jahresabschlussprobe“ ehrte der Männerchor Walpershofen seinen Bassisten Leo Grün für 70 Jahre aktive Sangestätigkeit. Der Vorsitzende Gerd Möller dankte Leo Grün dafür mit einem feinen Tropfen. Zudem zeichnete der Kreisvorsitzende Georg Riehm Leo Grün mit der Goldenen Nadel plus der Zahl 70 des Deutschen Chorverbandes und einer Ehrenurkunde aus. Grün ist der „dienstälteste“ noch aktive Sänger im Köllertal. Das Walpershofer Vorstandsmitglied Günter Darm umriss in einer Laudatio die Karriere des Jubilars. Musik und Gesang seien Grüns Lebenselixiere gewesen. „Das Elixier wurde ihm in die Wiege gelegt“, sagte Darm (siehe Porträt Leo Grün, oben). Und Georg Riehm hatte sich die Mühe gemacht, Grüns Karrierestationen mit historischen Daten zu unterlegen. „Als Leo Grün 1947 seine Sangestätigkeit aufnahm, trat gerade die saarländische Verfassung in Kraft“, berichtete Riehm. Als sich Leo Grün 1953 dem Saarquartett anschloss, wurde im damals eigenständigen Saarland der Franken als Währung eingeführt. Als Leo Grün 1961 den Saarsingers beitrat, wurde in Berlin die Mauer gebaut. Als sich Leo Grün 1975 dem Saarknappenchor anschloss, wurde im Saarland erstmals das Finale um den Fußballsaarlandpokal ausgetragen. Als Grün 1985 Mitglied im Männerchor Walpershofen wurde, holte Oskar Lafontaine bei den saarländischen Landtagswahlen die absolute Mehrheit für die SPD. Und als sich Grün im Jahre 2000 dem Kammerchor Saarbrücken anschloss, wurde das Bergwerk Göttelborn stillgelegt. Möller hofft, dass Grün dem 1901 gegründeten Männerchor Walpershofen noch lange treu bleiben kann. Der Chor brauche Sänger wie ihn, um bei Kirchenfesten, Pfarrfesten, Herbstfesten oder Seniorennachmittagen auftreten zu können. Gesucht werden vor allem Männer in den so genannten „Zwischenjahren“, also zwischen 40 und 60. Doch auch jüngere und ältere Sänger sind willkommen.

Kontakt: Gerd Möller, Telefon (01 76) 57 20 78 12.

(dg)