Spannung im Spitzenfeld

Sollte der Verbandsliga-Tabellenführer TuS Herrensohr patzen, hätte der Verfolger 1. FC Riegelsberg gute Chancen auf die Meisterschaft. Mit einem Heimsieg am Sonntag gegen die FSG Schmelz-Limbach könnte der FCR zumindest schon mal Platz zwei sichern.

Showdown in der Fußball-Verbandsliga Südwest: An der Spitze herrscht knisternde Spannung. Fünf Mannschaften kämpfen um den Aufstieg, und der vorletzte Spieltag an diesem Sonntag, ab 15 Uhr, kann eine Vorentscheidung bringen. Tabellenführer TuS Herrensohr (58 Punkte) hat den Vierten SG Perl-Besch (52 Punkte) zu Gast, der Tabellenzweite 1. FC Riegelsberg (56 Punkte) empfängt den Elften FSG Schmelz-Limbach und der Dritte FC Brotdorf (53 Punkte) tritt beim Tabellenfünften SC Großrosseln (51 Punkte) an.

Wenn Herrensohr, Riegelsberg und Großrosseln siegen, sind die Plätze eins und zwei fest vergeben. Dann würde sich am letzten Spieltag entscheiden, ob Herrensohr (in Brotdorf ) oder Riegelsberg (beim FC Rastpfuhl) Meister wird. Vom Papier her hat Riegelsberg das scheinbar leichteste Restprogramm aller Spitzenteams. Doch Trainer Stefan Urnau warnt: "Schmelz-Limbach ist ein starker Gegner, da müssen wir hellwach sein. Und für Rastpfuhl geht es am letzten Spieltag eventuell um den Klassenverbleib." Trotzdem betont Urnau: "Wir stehen jetzt auf Platz zwei und wollen den auch halten. Und natürlich wollen wir versuchen, Erster zu werden, wenn die anderen patzen."

Der FCR kann am Sonntag in Top-Besetzung spielen: Alle Verletzten sind wieder an Bord. Sogar der langzeitverletzte Torjäger Pascal Urnau. Dazu sein Trainer und Vater: "Pascal stieg diese Woche ins Mannschaftstraining ein, aber er ist fit. Ihm fehlt nur die Spielpraxis. Doch wir haben das mannschaftsintern besprochen, die Mannschaft ist der Meinung, er soll spielen, denn er kann uns helfen." Stefan Urnau hatte vor der Saison die Ziele so definiert: "Wir wollen einen einstelligen Tabellenplatz und ich will die vielen A-Jugendspieler, die erstmals aktiv spielen, an die Verbandsliga heranführen." Der einstellige Tabellenplatz ist schon sicher, die vielen A-Jugendspieler scheint Urnau nun auf direktem Wege in die Saarlandliga zu führen. Doch: "Das sind jetzt bis zum Schluss alles Zitterspiele. Da muss man abwarten, wie die jungen Spieler das nervlich hinkriegen."

Natürlich drückt er am Sonntag ganz fest die Daumen, dass es dem SC Großrosseln gelingt, die beste Rückrunden-Mannschaft des Jahres, den FC Brotdorf , aus dem Rennen zu kegeln. Großrosseln hat in der Rückrunde richtig gut gepunktet und hätte rein rechnerisch auch noch eine Chance, Zweiter zu werden - aber dafür müsste bei den vier Erstplatzierten alles schief laufen. Nicht mehr zittern müssen der SV Karlsbrunn, der am Sonntag um 16.45 Uhr bei der Spvgg Quierschied antritt, und der FV Püttlingen, der zur gleichen Zeit die FSG Bous zu Gast hat. Karlsbrunn hat die Klasse gehalten und Aufsteiger Püttlingen kann seinen zwölften Platz mit einem Sieg im Lokalderby festigen.