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Selbst Picasso lockte es in die Normandie

Selbst Picasso lockte es in die Normandie

Der Schatz der Tempelritter soll nach einer Legende in Gisors versteckt worden sein. Dagegen steht fest, dass die Kultur in Riegelsbergs Partnerstadt eine große Rolle spielt.

Die Stadt Gisors, das Tor zur Normandie, ist seit 1970 die Partnerstadt von Riegelsberg. Die Stadt mit gut 11 000 Einwohnern hat kulturell einiges zu bieten. Da wäre zuerst die Legende, nach der im Jahr 1307 der Schatz der Tempelritter dort versteckt wurde. Oberhalb der Stadt liegt eine Burg, die aus dem 11. Jahrhundert stammt und von 1158 bis 1161 im Besitz des Templerordens war. Die Namen der letzten Würdenträger des Templerordens sind eng mit der Stadt verbunden, denn sie waren von 1310 bis 1314 in der Burg inhaftiert. Die Burg ist nur als Ruine erhalten, was aber die Sagenbildung um den Schatz der Templer weiter angefacht haben dürfte. Daneben hat sich Gisors auch in der Neuzeit in der Kunstgeschichte einen Namen gemacht. Camille Pissarro , einer der bedeutendsten und produktivsten Maler des Impressionismus, lebte ab 1884 in Eragny sur Epte, nur zwei Kilometer vom Zentrum von Gisors entfernt. Dort erfuhr er am Ende seines langen Lebens seinen künstlerischen Durchbruch, und er hinterließ mehrere Gemälde, die in der Landschaft um Gisors entstanden sind.

Von 1930 bis 1936 wohnte der weltberühmte Maler Pablo Picasso im Schloss von Boisgeloup, ebenfalls nur wenige Kilometer vom Ortskern Gisors entfernt. Picasso schuf in Boisgeloup einige der Skulpturen seiner Geliebten Marie-Thérèse Walter, die heute in den größten Museen der Welt zu finden sind. Nach ihm ist eine Schule in Gisors benannt. Obwohl sich heute keines der Werke der beiden Künstler in Gisors befindet, scheint die Stadt immer noch anziehend für Kunstschaffende zu sein. Erstaunlich viele Maler , Bildhauer, Keramiker und Kunsthandwerker haben in und um Gisors ihr Domizil gefunden. So ist Jacky Gruet Glasmacher und stellt nicht nur eigene Kreationen her, er bessert auch alte Glasarbeiten aus. Laeti Céramique hat ein Atelier für Töpferei, und bietet auch Kurse und Workshops an. Dominique Berger malt und entwirft Dekorationen, mit denen sie alte Möbel oder Wände verziert.

Und dann wären da noch die Künstler Nicole Lantran und Pascal Catry, die im Sommer 2013 sogar eine eigene Ausstellung in der Partnerstadt Riegelsberg hatten. Nicole Lantran studierte an der Kunstakademie der Sorbonne in Paris, arbeitete als Malerin, widmet sich aber seit 13 Jahren fast ausschließlich der Keramik. Ihre Werke sind Skulpturen, deren Formen an Krebsscheren, Muscheln oder Hörner erinnern. Pascal Catry hat alte Regenrinnen aus Zink als Ausgangsmaterial für seine Arbeiten entdeckt. Aus diesem Abfallmaterial erschafft er verblüffende, zwei- und dreidimensionale Kunstwerke, die durch ihre natürliche Farbgebung überzeugen.

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