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Windkraft vom Pfaffenkopf: Planänderung
Nur noch zwei Windräder geplant

Nur noch zwei statt sechs Windräder soll es im geplanten Windpark Pfaffenkopf zwischen Riegelsberg und Saarbrücken geben.
Nur noch zwei statt sechs Windräder soll es im geplanten Windpark Pfaffenkopf zwischen Riegelsberg und Saarbrücken geben. FOTO: dpa / Patrick Pleul
Riegelsberg. Die Pläne für den Windpark Pfaffenkopf sind abgespeckt, dennoch wäre ein Windrad nahe an Riegelsberger Häusern. Von Fredy Dittgen

Investor DunoAir möchte zwischen Riegelsberg-Süd und Von der Heydt den Windpark Pfaffenkopf bauen (wir haben berichtet). Ursprünglich sollten dort sechs Windräder errichtet werden. Vier davon sollten auf Saarbrücker Bann liegen, zwei auf Riegelsberger Bann.


Der Riegelsberg Gemeinderat hatte diesen Plänen jedoch im November 2016 nicht zugestimmt und das „gemeindliche Einvernehmen“ verweigert. Die Begründung des Rates damals war: Die beiden „Riegelsberger“ Windräder lägen auf Grund ihrer mächtigen Rotorenblätter außerhalb der Konzentrationszone und überschreiten somit den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestabstand zur Wohnbebauung. Der ist auf mindestens 800 Meter festgelegt.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung informierte Bürgermeister Klaus Häusle (SPD) über den aktuellen Planungsstand dieses Windparks. Aus dem Landesamt für Umwelt und Arbeitsschutz (LUA) sei ihm mitgeteilt worden, dass von den sechs ursprünglich geplanten Windrädern inzwischen nur noch zwei übrig geblieben sind, wie er mitteilt. Jeweils ein Windrad auf Saarbrücker und eins auf Riegelsberger Bann.



Das „Riegelsberger Windrad“ wird südlich des Forsthauses Pfaffenkopf gebaut werden. Es würde die gesetzlichen Richtwerte nicht verletzen, weil die letzten Häuser in der Altenkesseler Straße, in der Hixberger Straße und am Forsthaus in einem Areal liegen, das als sogenanntes Außengebiet definiert worden sei, sagte Häusle.

„Wir haben gesagt, das ist reines Wohngebiet, da würden die gesetzlich erlaubten Grenzwerte für Schallemissionen überschritten, aber das LUA hat das anders gesehen“, so der Bürgermeister. Er kündigte an, dass die Gemeinde jetzt „intern und mit Fachleuten vom Regionalverband“ prüfen will, wie man rechtlich darauf reagieren kann.

„Reagieren würden wir auf jeden Fall“, betonte Häusle. Noch hat das LUA seine Entscheidung der Gemeinde nicht schriftlich übermittelt, Häusle rechnet aber damit, dass der Bescheid in Kürze zugestellt wird; Häusle: „Wir haben dann einen Monat Zeit, entsprechend zu agieren.“