Schüler kamen zu spät zur Schule

Riegelsberg. Eine Leserin aus Riegelsberg machte uns auf Probleme durch Verspätungen mit der Saarbahn aufmerksam, von denen Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg zu den Schulen in Saarbrücken betroffen sind: Mehrfach habe es morgens auf den Anzeigetafeln der Haltepunkte in Riegelsberg geheißen, dass die Bahn "wegen Betriebsstörungen" Verspätungen habe

Riegelsberg. Eine Leserin aus Riegelsberg machte uns auf Probleme durch Verspätungen mit der Saarbahn aufmerksam, von denen Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg zu den Schulen in Saarbrücken betroffen sind: Mehrfach habe es morgens auf den Anzeigetafeln der Haltepunkte in Riegelsberg geheißen, dass die Bahn "wegen Betriebsstörungen" Verspätungen habe.Diese Verspätungen seien aber so massiv gewesen, dass es entweder zu sehr langen Wartezeiten in arktischer Kälte gekommen sei oder so mancher Schüler einfach nach Hause gegangen sei. Bei der Beschwerdestelle der Saarbahn habe sie erfahren, dass es schon viele ähnlich lautende Beschwerden aus Riegelsberg gegeben habe, Abhilfe sei aber offenbar nicht geschaffen worden. Sie fragt sich, warum keine Busse als Ersatz eingesetzt wurden.

Die Saarbahn, so erklärte deren Sprecherin Sarah Schmitt, hatte durch das Wetter etliche Herausforderungen zu bewältigen, etwa durch einen Glasfaserriss an der Strecke nach Heusweiler, an dem das Arbeiten wegen des gefrorenen Bodens sehr schwierig war, oder durch gefrorenes Kondenswasser in den Weichen (wir berichteten).

Und wie steht es mit der Möglichkeit eines Bus-Ersatzverkehrs? Dazu Sarah Schmitt: "Da Störungen nie geplant sind und eigentlich auch nie gelegen kommen, ist es in einer solchen Situation nicht immer machbar, einen Schienenersatzverkehr auf die Beine zu stellen. Dafür benötigen wir freie Busse und Fahrer, die die Fahrgäste befördern können. Diese stehen leider nicht immer (auf Anhieb) zur Verfügung."

Doch würden die Saarbahn-Mitarbeiter in einem Störungsfall alle Hebel in Bewegung setzen, um den Regelbetrieb wieder herzustellen.

Was die Information der Fahrgäste betreffe, so sei es schwierig, eine konkrete Information an den Haltestellen zu geben, die dem Fahrgast die Entscheidung erleichtert, ob sich ein Warten lohnt oder nicht. Schmitt: "Im Falle einer Störung ist es in den meisten Fällen nicht absehbar, wie lange sie genau dauert und ab wann an der betreffenden Haltestelle die Bahn wieder fahren wird. Aus diesem Grund weisen wir in den meisten Fällen allgemein auf eine Betriebsstörung hin." Darüber hinaus werde die Meldung aus der Leitstelle automatisch auf der Webseite www.saarbahn.de und auf den Saarbahn-Seiten bei Facebook und Twitter veröffentlicht. Das Hauptaugenmerk liege aber darauf, die Störung schnell zu beheben und zum Regelbetrieb zurückzukehren.

Mussten Fahrgäste wegen einer längeren Störung mit dem Taxi fahren, so Saarbahn-Sprecherin Sarah Schmitt, "erstatten wir dafür natürlich die Kosten. Da wir genaue Dokumentationen über solche Ausfälle haben, müssen die Fahrgäste einfach ein Schreiben mit den entsprechenden Quittungen an unsere Beschwerdestelle richten." mr