Riegelsbergerin liebt den Wrestling-Kampf

Menschen im Regionalverband : Bürokauffrau liebt den Wrestling-Kampf

Dana Leick aus Riegelsberg ist seit der Kindheit von diesem Sport fasziniert und will im Ring große Erfolge feiern.

Das ist mit Fug und Recht ein ungewöhnliches Hobby: Seit sieben Jahren hat sich Dana Leick aus Riegelsberg-Walpershofen dem Wrestlingsport verschrieben. „Wrestling“ ist eigentlich der englische Begriff für „Ringen“, meint aber das, was bei uns früher „Catchen“ genannt wurde.  Besonders in Japan, den USA und Mexiko ist diese Art des Showkampfs sehr populär und war früher eine „reine Männersache“.  Immer populärer wird aber auch „Women’s Wrestling“ (Frauenringen) –  das aber, wie man gleich dazu sagen sollte, rein gar nichts mit Schlamm-Catchen zu tun hat, wie manche glauben.

Wrestlingfan ist Dana Leick schon seit ihrer Kindheit. Im Fernsehen hatte sich Opa Urban Besch stets die Kämpfe der großen US-amerikanischen Ligen angeschaut und Klein-Dana guckte mit. „Ich saß mit großen Augen vor dem Fernseher und war fasziniert. Das war wie Magie“, erinnert sie sich.

Die beste deutsche Wrestlerin ist die 37-jährige Berlinerin Jazzy Gabert, in der Szene als Alpha Female bekannt. Dana Leick ist schon öfters mit ihr aufgetreten, unter anderem im vergangenen Jahr in der Walpershofer Köllertalhalle.

Dana Leick ist die Tochter von Jutta und Stefan Leick, der ist in Walpershofen noch als Torjäger des örtlichen Fußballvereins bekannt. Dana Leicks Beruf könnte man fast als Kontrastprogramm zu ihrem Hobby sehen: Sie ist gelernte Bürokauffrau und gerade dabei, ihren kaufmännischen Fachwirt zu machen. Ab Oktober arbeitet sie bei der Kaiserslauterer Sparkassen-Finanzgruppe.

Das Interesse der jungen Frau am Wrestling hielt seit ihren Kindertagen an, und als sie per Facebook auf die CoW (Championship of Wrestling) Saarland/Rheinland-Pfalz aufmerksam wurde, wollte sie unbedingt mitmachen. „Ich war 17, wir setzten uns ins Auto und fuhren nach Birkenfeld, wo die Wrestler trainierten.“ Dana war die einzige Frau und kämpfte im Training nur gegen Männer. „Die wollten mir nicht wehtun, aber der Trainer sagte: Geht nicht so zimperlich mit ihr um. Wenn sie Wrestlerin werden will, muss sie einstecken können“, erzählt sie. Dana konnte einstecken und entwickelte einen großen Ehrgeiz. Schnell knüpfte sie Kontakte zu Wrestlern aus anderen Ligen, trainierte unter professionellen Trainern und besuchte Wrestling-Seminare. Sie engagiert sich auch als Schatzmeisterin im Walpershofer Verein Forever Wrestling, der eng mit der CoW zusammenarbeitet und große, professionelle Wrestling­shows mit attraktivem Rahmenprogramm in Walpershofen etablieren will. Am Samstag, 19. Oktober, ab 19 Uhr, geht dort bereits die vierte große Show in der Walpershofer Köllertalhalle über die Bühne.

Danas Kampfname lautet „Jenna“ – Schuld daran ist ein Schreibfehler. „Eigentlich sollte ich Summer heißen, aber das gefiel mir nicht. Dann hat mir ein Kosmetikunternehmen, bei dem ich Kundin bin, den Namen Jenna verpasst.“ Dana heißt mit zweitem Vornamen Jenny. Doch das Unternehmen notierte sich die Namen falsch und schickt seine Werbebriefchen seitdem immer an „Dana Jenna Leick“.

Dana Leick    . Foto: Freddy Dittgen

Ihren ersten großen Auftritt hatte sie im Mai vergangenen Jahres bei der Wrestling-Show in der Walpershofer Köllertalhalle. Auch bei der anstehenden vierten Veranstaltung will sie als Lokalmatadorin dabeisein. Dana hat sich hohe Ziele gesteckt: „Ich würde gerne auch mal so bekannt sein wie Jazzy Gabert und Titel gewinnen.“ Vielleicht kommt sie diesen Zielen ein Stückchen näher, falls es ihr am 19. Oktober gelingt, ihre Gegnerinnen reihenweise zu besiegen.

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