Riegelsberger Rat lässt neue Kita auf dem Gisorplatz bauen

Nach Bodenuntersuchung : Riegelsberger Rat beschließt Kita-Bau

Trotz Protesten hat der Riegelsberger Gemeinderat einstimmig den Bau einer neuen Kindertagesstätte (Kita) am Gisorplatz beschlossen. Damit setzt er eine Auftragsvergabe der EU um.

Die Anwohner waren seit Beginn der Planungen gegen dieses Bauvorhaben. Weil der Gisorsplatz zwischen 1957 und 1975 eine Mülldeponie war, befürchteten sie einen instabilen, vielleicht sogar kontaminierten Untergrund. Sie forderten, dass der Boden gründlich untersucht wird. Das ist nun geschehen: Das Erdbaulaboratorium Saar (ELS) hat ein Bodengutachten erstellt. Geschäftsführer Dr. Friedwalt Weber präsentierte die Ergebnisse in der Gemeinderatssitzung. Seine wichtigste Aussage: „Der Baugrund ist nicht ideal, doch der Bau einer Kindertagesstätte auf diesem Platz ist unproblematisch.“

Das ELS habe keinen Sondermüll im Untergrund gefunden, die Ablagerungen produzieren keine Gase mehr, das Grundwasser werde nicht beeinflusst, ein Gefahrenpotenzial für Anwohner und zukünftige Nutzer der Kita ließe sich aus den Untersuchungen also nicht ableiten, sagte Weber.

Allerdings stellten die Gutachter fest, dass in einer Probe im nördlichen Teil der Fläche zu viel Arsen im Boden ist. Es handle sich um eine „geringfügige Prüfwertüberschreitung der Bundesbodenschutzverordnung“. Weber empfiehlt deshalb, eine Schicht von 35 Zentimeter im betroffenen Bereich abzutragen und einen neuen Bodenbelag aufzubringen.

Der Rat stimmte den Rahmenbedingungen und dem Zeitplan nach den Ausführungen zu. Bis zum Sommer 2020 soll der Bauauftrag vergeben und ein Träger gefunden werden. Dem Kita-Bau zum Opfer fallen wird der Bolzplatz. Den wollten die Anwohner und auch die Fraktionen eigentlich erhalten. Spielplatz und Erdwall werden bleiben. Die Gesamtkosten schätzt die Gemeinde auf 2,2 Millionen Euro.

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